StadtLabor: Kulturelle Vielfalt als Ressource, mit Alexander Wild

Shownotes

Wie Zusammenarbeit in Unternehmen gelingt, wenn Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Prägungen, Erfahrungen und Erwartungen aufeinandertreffen, ist Thema dieser Sendung.
Zu Gast ist Alexander Wild. Mit "Cultural Concept" hat er einen Ansatz entwickelt, der kulturelle Vielfalt im Arbeitsalltag nicht als Problem, sondern als Potenzial versteht.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen Fragen, die für viele Betriebe und Institutionen zunehmend wichtig werden: Wie lässt sich Unternehmenskultur so gestalten, dass unterschiedliche Perspektiven produktiv zusammenwirken?
Was brauchen Teams, damit Verständigung gelingt? Wie lassen sich auch internationale Mitarbeitende, die in den Betrieben dringend gebraucht werden, gut integrieren?
Die Sendung gibt Einblicke in einen praxisnahen Ansatz für Führung, Kommunikation und Zusammenarbeit in vielfältigen Teams.
Die Musiktitel sind nicht im Podcast enthalten. Das hat mit der GEMA zu tun.

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen im Stadtlabor des Freien Radios Kassel, liebe Hörerinnen und Hörern.

00:00:04: In unserer Sendung vom sechzehnten Juli zwanzig sechsundzwanzig sprechen wir mit Alexander Wild über das von ihm entwickelte Cultural Concept.

00:00:12: was genau es damit auf sich hat erfahren Sie im Lauf der Sendung Herr Wild herzlich willkommen im Stadtlabour

00:00:18: Ja vielen Dank Herr Schacke.

00:00:19: ich freue mich hier zu sagen

00:00:20: ja wunderbar Herr Wild Ich habe es eben gerade angekündigt dass wir unseren Hörerin und Hören natürlich das Cultural Concept erläutern wollen und müssen, damit sie es verstehen.

00:00:31: Und das wollen wir jetzt irgendwie mal hören so vielleicht erstmal in so kurzen Worten.

00:00:36: was genau verbirgt sich dahinter?

00:00:38: Was war die Motivation mit so etwas an den Start zu gehen?

00:00:42: Ja gerne!

00:00:44: Also dahinter verbirgte ich ein Konzept der Unternehmen Arbeitgeberverbände, damit die mit ihren Belegschaften und ihren Mitarbeitenden einen konzeptionellen Umgang konzeptionieren.

00:00:59: Das heißt also, dass sie nicht auf einer zufälligen Basis oder auf einer Basis vom Bauchgefühl oder von einzelnen Personen und sozialen Interaktionen – ich mag jemanden oder ich mag jemals nicht -, sondern auf einer echten strukturierten, prozessorientierten Basis einen Umgang pflegen und auch etablieren im Unternehmen.

00:01:20: um meine Motivation.

00:01:23: Ich habe mal eine Weiterbildung gemacht zum Nachhaltigkeitsberater, zum IRK-Zertifizierten nachhaltig keites Berater und da hab ich das als mein Thema zu präsentieren genommen.

00:01:36: Damals gab es das Kaltschubelkonzept in der Form noch nicht.

00:01:39: Ich hab das vor einigen Leuten präsensiert und dann hat man mir gesagt okay das ist so gut und so wichtig!

00:01:44: Da sollte ich unbedingt dran bleiben.

00:01:45: und dann war ich abends im Hotelzimmer.

00:01:48: Ich habe angefangen, mir den Namen zu überlegen.

00:01:56: Da ist dann am Ende buchbar rausgekommen und wir sind mittlerweile ... sehr weit mit dem Thema.

00:02:03: Und für unsere Hörerinnen und Hörern noch mal zum Verständnis, es geht um alle Mitarbeitenden in einer Firma.

00:02:09: also so weil meine Fantasie cultural concept war.

00:02:12: erstmal Es geht vielleicht auch um die zugewanderten.

00:02:15: Also wir haben ja auch innerhalb der Betriebe bildet sich ja sozusagen Gesellschaft Und wir haben, wissen wir alle ein großes Fachkräftethema und wir kriegen manchmal halt auch die Menschen, die bei uns sind.

00:02:28: Die wollen nicht wirklich integriert aber wir reden über alle Mitte arbeitenden im Betrieb damit ich sozusagen so verstehe ich das.

00:02:36: Im Betrieb eine gute Atmosphäre und gute Workflows haben damit die Leute gut miteinander arbeiten können und damit natürlich auch dass Unternehmen erfolgreich sein kann.

00:02:46: ist es so?

00:02:47: Ja ganz genau also.

00:02:49: Der Fokus vom Kaltschwell-Konzept ist, die Produktivität im Unternehmen zu erhöhen.

00:02:55: Kulturen oder Ländern in ein Unternehmen integrieren wollen, dann müssen sie die Menschen, die bereits im Unternehmen sind egal welcher Herkunft und egal welche Sozialisierung oder welcher kulturelle Background ist.

00:03:06: Müssen Sie die da genauso mit ins Boot nehmen?

00:03:08: Weil wenn Sie sich fokussieren – das machen viele Unternehmen, dass sie sich darauf fokassieren – neue Mitarbeitende aus anderen Ländern- oder Kulturkreisen zu integriern vernachlässigen damit dabei aber manchmal die Menschen die schon im Unternehmen und einfach Berührungsängste haben oder bestimmte Dinge einfach nicht verstehen und erklärt bekommen müssen.

00:03:30: Und deswegen ist es wichtig, dass ich die vorhandene Belegschaft von Anfang an damit ins Boot nehme.

00:03:39: Ich meine so ein Konzept kommt jetzt nicht aus einem luftleeren Raum.

00:03:42: Also irgendwas hat sich ja geritten oder irgendwo gibt es da Erfahrungshintergründe bei ihnen, also das ist kein Geheimnis dass sie halt auch da draußen wirtschaftlich tätig sind.

00:03:51: können Sie vielleicht auch ganz kurz einfach was zu sagen in welchem Bereich sie sich bewegen?

00:03:55: und wichtiger sie sind auch das Gesicht der City Kauf Leute Kassel also vielfältig engagiert.

00:04:02: genau nochmal die Frage wo kommt das her?

00:04:05: Was waren da so die Punkte die sie dann motiviert haben, jetzt auch über diese Fortbildung hinaus sich mit so einem Thema zu widmen.

00:04:14: Also zum einen ist es so ich bin Nordstadt Kind und bin in der Nordstadt groß geworden und habe mein ganzes Leben immer viel Kontakt zu allen möglichen Menschen gehabt aus allen möglicher Kulturkreisen und bin deswegen da natürlich auch immer sehr offen gewesen.

00:04:30: und mein persönlicher Hintergrund, der wirtschaftliche berufliche.

00:04:33: Also ich bin IHK VE-Versammlungsmitglied im Handelsausschuss und habe eine Versicherungsagentur seit sechsundzwanzig Jahren und berate halt seit über zwanzig jahren Unternehmen.

00:04:41: Und wenn ich in Unternehmen komme und da ist das üblicherweise so um das Unternehmen kennenzulernen geht man mal rum und stellt ein paar Fragen.

00:04:48: dann bekomme ich immer selber Lieder Aussagen zu Zahlen Daten und Fakten also Bilanzen oder Anlagevermögen oder Maschinenpark aber angefangen habe, mit ihnen über die Belegschaft zu reden.

00:05:01: Also zum Beispiel sowas wie den demografischen Zukunft eines Unternehmens oder was es für eine Personalstrategie gibt dann waren die Unternehmen häufig sehr, sehr plank und bedienen sich einzelner Werkzeuge und Instrumente.

00:05:15: Das ist dann die einen machen vielleicht Bikleasing oder machen Yoga-Kurs oder sowas aber es gibt eben nie ein Konzept dahinter sondern sind immer einzelne Elemente.

00:05:25: also ich beschreibe das immer so dass ist wie wenn du eine Wunde hast und du klebst den Pflaster drauf und woanders entsteht ne neue Wunde Aber du guckst nie so richtig.

00:05:32: warum entstehen dem Wunden?

00:05:33: Und mir geht's halt darum mit dem kaltere Konzept ganz konzeptionellen Strategie zu entwickeln im Unternehmen, um dieses Pflasteraufkleben zu vermeiden und nicht mehr nur einzelne Dinge zu machen.

00:05:48: Und wie erleben Sie das da draußen in den Unternehmen?

00:05:51: Also gibt es da eine Offenheit für innerhalb der Führungsebene von Unternehmen, kommen Leute aktiv auf

00:05:58: sie zu.

00:06:00: Wie ist da die Bereitschaft mit so was umzugehen?

00:06:02: Weil ich brauche ja... damit ich also... Ich brauche die Führungs-Ebene im Boot, ist klar!

00:06:08: Um an sowas ran zu gehen.

00:06:10: und wie begegnet Ihnen das?

00:06:14: Also es ist ganz unterschiedlich.

00:06:16: Man kommt auf mich zu und fragt mich dazu, man muss sich halt folgendes überlegen das kalte Konzept kannte ja bis vor drei Jahren niemand.

00:06:23: Ich habe ein Buch geschrieben um das Buch zu bekommen über meine Website.

00:06:28: Das habe ich aber bewusst nicht bei Amazon oder so gelistet weil ich mein ich bin Vorsitzender der CityCoff.

00:06:33: Leute für mich ist es bestreben den lokalen Handel und die Region zu stärken Und dann habe ich dieses Buch geschrieben und habe dann angefangen darüber zu erzählen.

00:06:44: Wir sind mittlerweile an dem Punkt, dass wir ein IHK-Zertifizierungslehrgang haben für die Rolle des KALCHOLE Expert.

00:06:51: Kann ich gleich noch erklären was das ist?

00:06:54: Und wir jetzt mittlerweile an den Punkt sind, dass es eine gewisse Bekanntheit gibt.

00:06:58: Also wir haben, kann ich sagen, wir haben Lehrgangsteilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen große Unternehmen und kleine Unternehmen, Vereine kommunale Einrichtungen die sich für dieses Thema jetzt interessieren und die Motivation kommt aus der Führung heraus in der Regel von den Unternehmen das sie da begegnet sind.

00:07:17: Ich habe diverse Vorträge gehalten eigentlich mittlerweile im fast jedem Bundesland.

00:07:20: und genau so ist das entstanden.

00:07:24: Und wir versuchen natürlich immer breiter zu gehen, also immer weiter in die Unternehmen reinzugehen und wir machen dann Folgendes.

00:07:34: Also nur das man vielleicht den Ablauf auch mal beschreibt weil es ja wie gesagt in der Regel nicht bekannt ist.

00:07:39: Wir gehen in die Unternehm, lernen die Unternehmen kennen.

00:07:42: Dann haben wir einen Fragenkatalog dem wir mit den Unternehmen durchgehen da gibt's ein Standard und dann gibt es einige individuelle Fragen Und dann fangen wir an mit dem Unternehmen zusammen, die Strategie zu entwickeln.

00:07:53: Die zu dem Unternehmen passt um perspektivisch den Mitarbeitenden länger idealerweise länger im Unternehmen zu halten, die Produktivität zu erhöhen neue Mitarbeiter zu finden.

00:08:05: und ganz häufiger Konfliktpunkt ist das Unternehmen immer noch der Meinung sind sie würden irgendwie schon ihre Belegschaft zusammen kriegen.

00:08:13: aber man muss sich drüber im Klaren sein.

00:08:16: Gallup-Studie vom letzten Jahr hat gesagt, bis zu im Jahr zwei Tausendfünfunddreißig gibt es sieben Millionen Arbeitnehmende weniger und sieben Million ist ein richtiges Wort.

00:08:25: Und das kriegen Sie nicht hin über Geburten.

00:08:27: Das schaffen Sie auch kaum mit Zuwanderung.

00:08:29: Wenn Sie so etwas zu Wanderungen schaffen wollen, dann müssen Sie einen Plan dafür haben.

00:08:35: Genau!

00:08:35: Sie haben jetzt schon mal angefangen einzelne Bausteine zu skizzieren vielleicht noch einmal In Stichworten, wenn ich mich jetzt als Unternehmen oder Institution darauf einlässe.

00:08:45: Weil wir haben ja auch

00:08:46: in den

00:08:47: Behörden und Verwaltungen genau die gleichen Thematiken.

00:08:50: Also ich sag mal dass das Leute rausgehen wird jetzt gerade das Rentenpaket diskutiert.

00:08:57: Dass man die Leute irgendwie länger dabei hält oder es gibt bestimmte Regelung Manche werden abgeschafft, dass man nicht mehr so früh in Rente gehen kann wenn man jetzt sozusagen anfängt.

00:09:08: Was sind so zentrale Stichworte, mit denen Sie erstmal mit der Führungsebene anarbeiten und dann halt natürlich auch langfristig müssen sie ja auch Informationen von den Mitarbeitenden selber bekommen denke ich oder?

00:09:20: Ja ganz genau also.

00:09:21: wir fangen so an dass wir eine Person identifizieren im Unternehmen die dieses Thema dauerhaft verstetigt.

00:09:29: Ein großes Problem ist, dass sich Unternehmen oft externe Berater bedienen und die sich dann kontinuierlich mit externen Beratern versorgen.

00:09:41: Das Problem bei einem externen Berater ist, er gewinnt nie so richtig in die Dynamik von Sonnaberelegschaft.

00:09:49: Wir wollen gar nicht, dass du uns dauerhaft brauchst.

00:09:51: Sondern wir bilden jemandem aus in deinem Unternehmen.

00:09:54: Das ist der CalTruel Expert und der Caltruel expert kann jeder Mensch aus dem Unternehmen sein sollte keine Führungspersönlichkeit sein oder es keine Aus der Führungen sein sondern jemand eher aus der Belegschaft.

00:10:07: Und der Cal Trio Expert hat eben diverse Aufgaben.

00:10:09: das definiert sich danach was dem Unternehmen wichtig ist und wie der Cal trio Expert auch von der Persönlichkeit gestricktes.

00:10:15: Diese Aufgaben umfassen ganz viele Sachen.

00:10:17: Das kann zum Beispiel sein, dass jemand Pflegenden Angehörigen hat Und der einfach da jetzt einen besonderen Druck hat und als Geschäftsführung bekommst du das vielleicht gar nicht mit.

00:10:27: Der kann daraufhin sensibilisieren und sagen, du hast eine Beförderung für den ist jetzt gerade nicht das Richtige, der ist in einer anderen Situation die das einfach nicht ermöglicht oder natürlich auch bei Konflikten.

00:10:37: also wir haben in ganz vielen Unternehmen mittlerweile ein Thema was die Frauenrolle angeht.

00:10:42: Da gibt es immer stärkere Konflikte und solche Dinge machen Unternehmen leider oft so, dass sie sich die Dinge selbst überlassen weil sie Angst haben da politisch vielleicht sich falsch zu verhalten oder das noch schlimmer zu machen.

00:10:55: Aber Sie müssen sich diesen Themen stellen und sie brauchen jemanden im Unternehmen der eine Akzeptanz hat, der sich diesen Thema stellt.

00:11:00: Das ist wie gesagt dieser Katschöl-Expert.

00:11:03: Und ja wir fragen die Mitarbeitenden nach unterschiedlichen Dingen was ihre eigene Persönlichkeit angeht.

00:11:12: Das ist alles freiwillig, wozu die Mitarbeiter bereit sind kann das unterschiedliche Informationen umfassen.

00:11:20: aber ganz wichtig ist eben dass wir anfangen mit Mitarbeitenden in Dialog zu treten und nicht einfach die Mitarbeitende nur als Produktionsfaktor oder als Herausforderung zu sehen sondern wir machen sie über diese Gespräche zum Bestandteil des Unternehmens und der Belegschaft

00:11:39: Und... Kommen wir noch mal vielleicht zur Rolle dieses Cultural Expert.

00:11:44: Also so, wenn ich das jetzt höre ja kann ich alles verstehen dass diese... Das ist eine nennen wir es mal Schnittstelle braucht zwischen also zwischen Belegschaft und zwischen Geschäftsleitung auf der einen Seite.

00:11:58: Ich könnte mir aber auch vorstellen Dass die diese Position ein bisschen sich anfühlt wie zwischen allen Stühlen zu sitzen sozusagen weil Es gibt ja auch anderes Thema, aber ich habe mal auch zu das Regionalmanagement so genannte Gesundheitslotsen ausgebildet.

00:12:16: Das erinnert mich gerade daran und da gibt es natürlich auch sensible Themen einfach.

00:12:21: Also sagen wir mal einfach Suchtproblematiken oder Depressionsproblematik was auch immer die sehr sensibel sind und wo man natürlich nicht möchte dass eine Geschäftsleitung davon mitbekommt obwohl es natürlich wichtig ist über solche Dinge zu wissen.

00:12:36: also haben ja eben auch von der Sensibilität gesprochen für das Unternehmen.

00:12:42: Gibt es da auch, sage ich mal im Rahmen dieser Ausbildung eine Sensibilität dafür dass man aufmerksam macht darauf bis wohin geht das oder wo ist und wo sind vielleicht einfach Grenzen?

00:12:56: Ja ja, das gibt es.

00:12:57: Also Sie haben vollkommen recht der Kaltcholl-Expert, das ist ein seventy fünf Stunden Lehrgang an der IHK.

00:13:02: Der ist kein Mediator, der ist kein Psychologe und er lernt auch nicht alles zu bewältigen was in so einem Unternehmen eine Herausforderung entsteht.

00:13:12: aber er kann Themen identifizieren und kann in Dialog treten mit den Menschen Hilfsangebote formulieren, er kann sagen okay du hast jetzt hier offensichtlich also wenn sich die Person entsprechend geäußert hat.

00:13:25: Du hast hier ein Thema.

00:13:26: ich helfe dir dabei einen Termin zu machen bei der Suchtberatung weil das Problem ist Zum Beispiel Überschuldung.

00:13:32: Wir haben in ganz vielen Unternehmen Mitarbeiter, die überschuldet sind.

00:13:35: Das kriegen sie erst mit wenn es Fändungen gibt in der Lohnbuchhaltung.

00:13:38: Vorher kriegen wir das nicht mit aber die haben vorher schon einen ganz langen Leidensweg im Unternehmen und dadurch ist die Produktivität kaputt und dadurch gehen natürlich auch die Leute kaputt.

00:13:46: Es ist eine riesen psychologische Belastung.

00:13:48: deswegen sind wir gerade dabei mit der Diakonie eine Vereinbarung zu treffen wo wir sagen okay wir verschaffen den Unternehmen über dem kulturell Expert ein Zugang zur Diakonie bei sowas zum beispiel unterstützen können.

00:14:02: und ein ganz wichtiger aspekt der culturel expert hat eine verschwiegenheitsverpflichtung das heißt also er darf nicht darüber kommunizieren.

00:14:09: außer der gesprächspartner gibt es frei.

00:14:12: Also wenn sie mir jetzt sagen würden okay ich lasse es mal raus, ich habe einen alkoholproblem dann könnte der cultural experts sagen ok wie soll ich damit umgehen?

00:14:21: Soll ich dir dabei helfen dass wir hier gemeinsame lösungen finden?

00:14:24: würdest du gerne in dialog treten mit der geschäftsführung um vielleicht einen urlaub dafür zu kriegen oder eine.

00:14:30: Das entscheidet letztens.

00:14:31: Und da hat auch der gar keine Fähigkeit, der Kalschulexpert solche Themen weiter zu beraten.

00:14:36: Der funktioniert im Grunde genommen wie ein Rauchmelder.

00:14:39: Er kann das Feuer nicht löschen.

00:14:40: Das soll er auch gar nicht aber er soll auslösen.

00:14:44: und wenn wir jetzt davon ausgehen Je nach Unternehmensgröße ist das ja schnell ein Foodtime Job sozusagen.

00:14:53: Aber im Regelfall arbeitet die Person noch ganz normal mit.

00:14:55: oder wie stellen wir uns das so ganz konkret vor?

00:14:58: Sage ich mal, vielleicht einem abstrahierten Beispiel aus ihrer Praxis.

00:15:04: Also ich habe eine cultural expert bei mir.

00:15:08: Am Anfang ist das ein etwas größerer Stundenaufwand, weil man braucht erst mal ein bisschen Zeit um das Thema auch in die Belegschaft zu kommunizieren, dass sie das verstehen und überhaupt davon wissen und dass Sie Vertrauen gewinnen.

00:15:18: Und dann kommt es natürlich auf die Beleglichchaftsgröße an.

00:15:21: Ich stelle nur immer die Frage... Weil die Frage kommt sehr häufig, ne?

00:15:24: Das ist ja ein Fulltime-Job!

00:15:26: Ich frag mich nur oder ich sage dann immer nur Ja aber wer macht's denn

00:15:29: bisher?!

00:15:30: Wer investiert denn überhaupt nur eine Stunde in diesem Job?

00:15:33: und jede Stunde, die in diese Tätigkeit investiert wird ist eine mehr als das was bisher gemacht wird.

00:15:39: Und deswegen ich habe gar nicht den Anspruch zu sagen dass soll jemand im Vollzeit machen oder das soll jemand fünf oder zehn Stunden die Woche machen?

00:15:47: Das muss die das Unternehmen entscheiden und wir erleben regelmäßig dass die Stunden Zahlen erhöht werden von dem kulturell expert für dieser Aufgabe weil die Unternehmen feststellen Bei uns ist ja doch eine ganze Menge mehr los, als wir das eigentlich vermutet haben und belastet unsere Arbeitnehmenden.

00:16:01: Ich habe manchmal Chefs die sagen, warum soll ich denn so was machen?

00:16:04: Ich zahl den Gehalt, die sollen hierher kommen und sollen arbeiten.

00:16:07: Und dann sage ich immer du musst es nicht machen!

00:16:09: Lass es bleiben!

00:16:10: Es ist ja deine Entscheidung.

00:16:11: nur eins ist klar wirst Du Dich nicht mit diesen Themen befassen, wirst auch nie die blinden Produktionsflecken in Deinem Unternehmen identifizieren weil ob ein Mensch Produktiv ist oder nicht, hängt zum wesentlichen Teil davon ab ob er sich wohlfühlt.

00:16:26: Mit einem industriellen Job irgendwo am Band lässt sie sehr stark messen wie produktiven Menschen.

00:16:33: Da gibt es relativ harte Fakten.

00:16:35: wenn Sie aber in einem Büro sitzen und da vielleicht einen Job machen, der ein bisschen weniger messbar ist oder gar nicht messbar.

00:16:41: Dann können sie das nicht messen und Sie wissen nicht was der Mensch für Dämonen hat.

00:16:46: Aber es reduziert sich nicht darauf.

00:16:47: Es reduziert dich nicht auf Probleme.

00:16:50: Es geht auch um viele positive Aspekte wenn ich das an dieser Stelle vielleicht noch ergänzen darf.

00:16:54: Esgeht auch darum dass die Unternehmen lernen sollen, dass die Mitarbeitenden Menschen sind.

00:17:00: Und zwar Menschen die gleichen Dinge tun, wie ich selber als Chef zum Beispiel.

00:17:08: Also wenn ich einen Mitarbeitenden habe, der ein Fußballteam trainiert dann ist es doch für mich einfach als Unternehmen zu sagen Mensch weißt du was?

00:17:14: Du trainierst da im Fußballteamen.

00:17:16: Ich finde das ein super Engagement und was für sich das sind elf oder zwölfjährige finde ich ein tolles Engagement.

00:17:20: Ich sponsoriere dir mal ein paar Bälle.

00:17:22: Es ist viel besser als irgendein großen Verein irgendwo zu unterstützen.

00:17:25: Ich mache etwas in meiner Region Und dann kann ich noch sagen Weil.

00:17:29: diese Erkenntnisse gewinnen wir während der Interviews.

00:17:32: Was gibt es für Ehrenämter?

00:17:34: Für mich ist Ehrenamt ein ganz, ganz wichtiger Motivationsaspekt im Umgang mit Belegschärften.

00:17:38: Dann kann ich zu diesen Menschen sagen und weißt du was?

00:17:40: Du trainierst da die Jungs.

00:17:41: Was hältste denn davon wenn man die mal in die Firma einladen Wir bauen Grill auf Ich besorgen paar Flaschen Cola Und dann zeigen wir denen mal die Firma.

00:17:50: Der Mitarbeiter bekommt eine Anerkennung für seinen Ehrenamt.

00:17:54: Ich bekomme als Unternehmen Zugang zu potenziellen auszubildenden Praktikanten, vielleicht später sogar Mitarbeitenden weil wenn die zu mir in die Firma kommen bei mir ne Bratwurst gegessen haben, ne Cola getrunken haben und schon einmal durch den Laden gegangen sind dann fällt es denen sehr viel leichter sich bei mir zu bewerben als bei irgendeiner E-Mail Adresse im Internet.

00:18:11: ich habe eine persönliche Beziehung also wir bauen ein kaltes Konzept sehr stark darauf solche ehrenamtlichen Dinge genauso wie Hobbys anzuerkennen.

00:18:21: Wenn ich ein Tanzlehrer oder wenn ich jemanden habe im Unternehmen, der vielleicht ehrenamtlich Tanzlehre ist?

00:18:27: Warum sage ich denn nicht mal okay weißt du was?

00:18:29: wenn wir die nächste Betriebsfeier haben machen wir mal die erste halbe Stunde.

00:18:32: zeigst du uns mal zwei Grundschritte einfach um deren Motivation an zu erkennen.

00:18:37: Herr Schaake ich hab einen großen Redeanteil.

00:18:41: Alles gut es ist gerade sehr interessant!

00:18:44: Ich formuliere mal ein Beispiel das ich auch in Buch habe.

00:18:46: Ich bin da durchgegangen und dann hat er mir einen Mitarbeitenden vorgestellt.

00:18:52: Das ist ein ganz wichtiger Mitarbeiter von mir.

00:18:55: Und dann sind wir so ins Gespräch gekommen, das sagt er auch.

00:18:57: übrigens der Sammel Bierdeckel, sagt er zu mir.

00:18:59: Dann sag ich echt Bierdecke?

00:19:00: Okay wie ist das gekommen?

00:19:01: Hat er mir das erzählt?

00:19:03: Er hat keine Ahnung.

00:19:03: paar hundert Bierdeckeln.

00:19:05: und dann habe ich gesagt sehr cool!

00:19:06: Und dann sagt der Chef zu mir, ja es ist ein richtig cooler Typ.

00:19:11: Aber das mit den Bierdeckeln, das habe ich irgendwie auch nie verstanden.

00:19:14: und da habe ich gesagt jetzt machst du Folgendes.

00:19:16: Du machst im Intranet die haben so zweihundert Mitarbeiter ungefähr.

00:19:21: Du machte im intraneten Aufruf dass jeder aus deinem nächsten Urlaub einen Bierdeckel mitbringt für den Kollegen, denen ich gerade kennengelernt hab.

00:19:28: und das hat er gemacht.

00:19:29: Er hatte im intrametten Aufrufe gemacht und sie hatten uns in dem Pausenraum gehangen.

00:19:33: wenn ihr in einem anderen Land seid bringt mal Bierdecke mit.

00:19:36: Was ist passiert?

00:19:37: Nach der Urlaubszeit sind die ganzen... oder einige nicht alle, aber einige Mitarbeiter zudem gekommen und gesagt guck mal ich war hier in Jamaika habe hier ein Bierdeckel oder ich weiß nicht wo.

00:19:47: Hast du den schon?

00:19:47: Und so was ist passiert?

00:19:49: der hat einen Hobby wo ihn die Leute immer ein bisschen belächelt haben.

00:19:53: er hat plötzlich eine Anerkennung dafür bekommen.

00:19:55: Die leute sind zugekommen gesagt Männchen sind Bierdeckeln.

00:19:58: das ging dem gar nicht um die Bierdecke.

00:20:00: Ich hab später telefoniert mit dem Chef und der Mitarbeiter hatte sich bei dem Chef bedankt hat sich unheimlich darüber gefreut dass die Kollegen so ein Team Gedanken entwickeln haben und das gesammelt haben.

00:20:10: Und das ist das, was wir versuchen zu erreichen mit dem Karl-Schollen Konzept als ganz kleines Beispiel.

00:20:15: Ja wunderbar!

00:20:16: Also Beispiele sind immer super.

00:20:17: also um da so ein bisschen sage ich mal Fleisch an den Knochen zu kriegen wie man will schon sagen Wir sind jetzt schon irgendwo mit der ersten Etappe so ein bißchen durch.

00:20:26: Wir gönnen Ihnen liebe Hörerinnen und Hörern und uns eine kleine musikalische Pause und sind dann gleich im Stadtlabor wieder für Sie da.

00:20:35: Willkommen zurück im Stadtlabor des Freien Radios Kassel.

00:20:38: Heute sprechen wir mit Alexander Wild über das von ihm entwickelte cultural concept und wir haben jetzt sehr, sehr schöne und plastische Beispiele vor der Pause gehört.

00:20:48: und ich übersetze mal was Ich höre und zwar mein Stichwort ist Beziehungen aufbauen.

00:20:55: also ich höre dass es ganz viel darum geht eben Beziehung aufzubauen Arbeiten, die im Unternehmen sind einfach zu sehen und vielleicht auch weg von den technischen und technologieorientierten Lösungen.

00:21:10: Die wir ja heute in Zeiten von KI so gerne irgendwie nach vorne schieben.

00:21:13: also wie sehen Sie das Herr Wild?

00:21:16: Ja, das ist genau richtig identifiziert.

00:21:18: Also es geht gar nicht darum jetzt irgendwie im Wettbewerb zu treten mit technischen Lösungen oder KI.

00:21:22: die wird's geben und die muss auch geben und ich bin ein großer Freund von vielen Ideen weil zum Beispiel KI unheimlich dabei unterstützen kann wenns um Übersetzungsleistung geht.

00:21:31: da kann man unheimig viel machen und dann wirkt es deeskalierend.

00:21:34: werden Menschen sich verstehen ist das in der Regel sehr deescalierend.

00:21:37: aber Um auch hier ein Beispiel zu nennen, wenn ich es im Vortrag halte habe in der Regel eine Folie dabei.

00:21:43: und dann... Ich frage immer.

00:21:44: Das sind in der Regelführungskräfte?

00:21:45: Dann frage ich immer ja okay was ist für euch das Wichtigste im Leben?

00:21:49: Und dann gebe ich so vier Themen vor dass es Familie Gesundheit Karriere und Geld.

00:21:54: und neunzig Prozent sagen immer Familie und Gesundheit ist am wichtigsten wobei die Priorität auf Familie liegt.

00:22:02: Und dann frage ich immer, mit wieviel Leuten hast du am Tag Kontakt?

00:22:05: Und dann sagen die mir in der Regel ja so um die fünfzehn.

00:22:08: Also Mitarbeiter mit denen man in Kontakt ist.

00:22:11: und dann sage ich okay von wie vielen weißt Du denn Wie viele Kinder sie haben?

00:22:16: und dann steigen schon die ersten aus.

00:22:18: Ja Dann sage ich ok vom wie vielen von den wo du weißt dass die kinder haben Weißt du denn wie alte sind oder ob's Mädchen oder Jungen sind?

00:22:25: wenn wir noch weitergehen weißt du dem was deine Mitarbeitenden für Hobbys haben Führe ich den Leuten vor Augen, dass sie sich eigentlich und wenn du sie fragst sagt immer jeder wir sind ein guter Arbeitgeber.

00:22:38: Wir machen viel!

00:22:39: Wir machen Krillen!

00:22:41: Aber das entscheidende Für mich als Mensch ist, als Mensch wahrgenommen zu werden.

00:22:46: Mit den Bedürfnissen und mit dem Dingen die mir wichtig sind.

00:22:49: Ob ich jetzt ein Bike Leasing habe oder eine Bratwurstkriege einmal im Monat das ist für mich bei Werk.

00:22:54: Aber mein Arbeitgeber muss mich als Menschen sehen.

00:22:58: Und wenn er noch nicht mal weiß ob ich Kinder habe oder was ich für Hobbys habe... oder wenn der das nur von seinen Lieblingsmitarbeiten dabei ist, dann fühle ich mich nicht wertgeschätzt.

00:23:08: Und dann fragen sich natürlich viele Leute ja warum soll ich denn hier in dem Unternehmen jetzt eine besondere Leistung bringen?

00:23:20: Ich habe mir gerade vorgestellt, während Sie gesprochen haben.

00:23:24: Jetzt habe ich ein großes Unternehmen oder ein kleines mittenkarten KMU sozusagen mit achtzig bis hundert Mitarbeitenden.

00:23:31: das kann ich mir alles gar nicht merken.

00:23:33: also gibt es dann so zu sagen jetzt auch für den cultural expert oder dann halt auch für die geschäftsleitung gibt es da dann?

00:23:39: wir haben gerade gegen die technischen lösungen gesprochen aber gibt ist da so ein paar dokumentationsgeschichten.

00:23:44: also wie oder was darf ich dass da kommt ja auch noch mal diese frage dazu eigentlich so zu sagen dokumentieren, wenn nicht es denn weiß.

00:23:54: Also genau die gibt es gibt die sogenannte Cultural Mindmap.

00:23:56: in der Cultural Mindmade immer vorausgesetzt die Mitarbeitenden stimmen dem zu.

00:24:01: In der Cultural mindmap werden genau solche Dinge festgehalten.

00:24:04: Zugang hat nur der Cultural Expert kein anderer im Unternehmen und da sind eben solche Dinge drinnen die der Mitarbeiter zur Verfügung stellt an Informationen.

00:24:14: das können genauso was sein.

00:24:16: Was habe ich für Kinder, wie alt sind die?

00:24:18: Kann aber auch so etwas sein.

00:24:19: Wie was hab' ich für Hobbys?

00:24:21: Ich habe auch ein Beispiel drin in dem Buch.

00:24:24: wenn ich einen Mitarbeitenden habe der hobbymäßig fotografiert und ich habe bei mir irgendeinen Shooting in der Firma mitarbeiten den Shooting oder Produkt Shooting oder so warum soll ich dem nicht sagen?

00:24:34: Mensch kommt doch mal dazu du musst das nicht machen Aber vielleicht lernst du ein bisschen was von dem Fotografen.

00:24:39: Vielleicht kann es tatsächlich ja auch selber machen.

00:24:41: dann spare ich wieder ein bisschen Geld im Unternehmen Und ich habe wieder seinen Hobby anerkannt.

00:24:45: Der cultural expert ist hier der entscheidende Mensch.

00:24:49: Menschen, die in Führungsposition sind können in der Regel diese Leistungen nicht erbringen für jeden alles zu wissen und an alles zu denken.

00:24:57: Geburtstageinschulung von Kindern.

00:25:02: Ich habe meiner Mitarbeiterin als die Tochter eingeschult worden.

00:25:05: Es habe ich eine Elternschultüte überreicht Und hab gesagt also du bist die Mutter und ich weiß bei den Müttern bleibt organisatorisch immer am meisten hängen.

00:25:14: Macht dir keine Sorgen.

00:25:15: Wenn was mit dem Kind ist, wenn etwas mit der Schule ist es hat immer Priorität.

00:25:20: Du kannst jederzeit dich darum kümmern.

00:25:21: du musst kein schlechtes Gewissen haben wenn was ist.

00:25:24: Du kannst hingehen sag Bescheid wir kriegen alles hin.

00:25:27: du musst nichts mit dir rum tragen.

00:25:29: das war total wichtig für die weil die junge frau ist natürlich dies verheiratet die muss sowieso schon alles managen.

00:25:35: dann hat sie noch einen Job bei mir im Unternehmen und jetzt geht ein kind in die schule.

00:25:38: da sind viele ängste mit uns sorgen mit verbunden Experte wunderbar machen.

00:25:47: Also wenn ich das jetzt mal auf meine, also bin ja auch Unternehmer, auf meine Unternehmensrealität übersetze dann glaube ich dass es ganz viel mit Haltung zu tun hat halt auch natürlich die ich entwickeln darf vielleicht als Unternehmer wenn ich sie nicht habe oder weil die kommt ja auch nicht jetzt irgendwie so so angeflogen.

00:26:11: man hat sie vielleicht einfach aber vieles ist da vielleicht von auch sozusagen von eigenen lebenserfahrung ein stückweit also so kann es sich für mich als unternehmer zumindest sagen davon eingefärbt sozusagen weil wenn wir Beispielsweise für unser Stadtzeit Kasselmagazin arbeiten und wir müssen, wir haben irgendwie ein ziemlich anstrengenden Job.

00:26:35: Es geht darum sehr viele Kontakte zu machen und es gibt heiße Phasen da hast du eigentlich kein anderes Leben mehr und das gilt für unsere Mitarbeitende genauso.

00:26:45: Und wenn dann das Kind krank ist ja Dann sage ich also ähnlich wie sie das jetzt beschrieben haben okay bleib bitte Zuhause kümmere dich Guck, wie es halt irgendwie ist.

00:26:56: Mach das was möglich ist und wenn nichts möglich ist machst du halt nix.

00:27:00: aber das kommt jetzt auch nicht irgendwie vom Himmel gefallen weil das hat natürlich auch viel mit eigenen erlebten Lebenssituationen zu tun.

00:27:07: dass ich das so sage also Ich bin da hundert pro bei ihnen weil das bekomme ich alles zurück

00:27:13: als

00:27:14: Als Unternehmen sozusagen Mit dem Engagement und der Leistung die da ist weil sie haben gerade Die die Mütter angesprochen.

00:27:25: Das sind solche Organisationstalente, dass dies dann halt auch irgendwie hinkriegen vielleicht okay Dann mache ich noch mal irgendwie abends eine Stunde und gucke meine Mails nochmal durch wenn die Kids im Bett sind usw.

00:27:35: Das kann doch alles sein.

00:27:36: Also das ist so.

00:27:37: was aber wie gesagt mein Punkt ist eigentlich gewesen Haltung.

00:27:42: also wie sehen Sie denn das?

00:27:44: Also ja Haltung ist ein Thema.

00:27:47: man muss natürlich eins dazu sagen Man wird auch enttäuscht von Mitarbeitern.

00:27:52: Also es gibt auch Mitarbeiter, die einen enttäuchen.

00:27:54: Das ist immer wechselseitig.

00:27:56: Das Kaltschuldkonzept sorgt auch dafür dass die Mitarbeitenden verstehen das der Chef oder die Chefin ist auch nur ein Mensch.

00:28:04: Der hat auch Sorgen, der ist auch traurig, er hat schlechte Laune und der ist unfair.

00:28:07: Er hat einfach Bedürfnisse.

00:28:09: Ich habe in dem Buch habe ich einen Kapitel drinnen des Leidens eines Vorgesetzten.

00:28:17: Das habe ich auch erlebt.

00:28:18: Ich habe viel gelauten gemacht, ich mache seit sechsundzwanzig Jahren Versicherungen.

00:28:22: Natürlich habe ich seit über dreißig Jahren Personalverantwortung.

00:28:26: Ich bin enttäuscht worden von Mitarbeitenden.

00:28:28: die haben mich verarscht.

00:28:29: Die haben irgendwelche Dinge gemacht oder was weggenommen oder so.

00:28:32: aber das ist du musst trotzdem deiner Haltung durchhalten muss sie aufbauen und bestätigen weil eben Großen und Ganzen fährst du damit richtig.

00:28:41: Und das beizubringen, dafür auch eine Offenheit zu haben ist nicht Aufgabe des Kaltschöpfelkonzepts.

00:28:46: Wenn mir jemand kommt – ich war zum Beispiel bei einer großen Baumschule die über hundert Mitarbeiter bin gerufen worden von der Frau.

00:28:53: Die hat gesagt wir haben große Probleme mit Mitarbeitenden zu finden alle schon älter der Job ist hart keiner will ihn machen.

00:28:59: Und dann habe ich da präsentiert und da drin war der Firm-Inhaber.

00:29:04: Der war so um die sechzig, war ein bisschen knochiger Typ und hat die ganze Zeit gelangweilig da gesessen.

00:29:10: Dann habe ich ihn irgendwann angesprochen und hab gesagt, Herr Sohnsoh, sagen Sie mal wie finden sie denn das was ich hier erzähle?

00:29:17: Ich sage Ihnen ganz ehrlich, ich weiß gar nicht warum Sie hier sind.

00:29:20: Dann sag ich okay also Ihre Frau hat mich gerufen, die hat gesagt ja Probleme Leute zu finden oder es gibt auch eine gewisse Unzufriedenheit.

00:29:26: und er sagte Ja ich bin jetzt seit über dreißig Jahren selbst Ich kenne das.

00:29:30: Das gehört dazu, dass es eine ganz normale Entwicklung ist.

00:29:32: Für mich ist das nichts Besonderes.

00:29:33: Ich habe nicht das Gefühl, dass wir da was machen müssen und dann habe ich gesagt, wissen Sie was?

00:29:37: Ich muss nicht hier sein!

00:29:38: Also es ist alles okay wenn ihr macht einen guten Job.

00:29:40: Ihr habt ein tolles Unternehmen aufgebaut.

00:29:41: Wenn ihr der Meinung seid, ihr macht alles richtig Ich werde euch nicht davon überzeugen, dass ihr alles falsch macht.

00:29:47: Also dann macht weiter so und alles ist in Ordnung.

00:29:50: Und dann habe ich letztendlich das Mandat beendet.

00:29:52: Hab gesagt nie es macht keinen Sinn!

00:29:53: Wenn die Offenheit nicht da ist, dann gehe ich auch nicht hin.

00:29:57: Ich fange nicht an den Leuten zu erklären was für eine Erhaltung sie haben müssen.

00:30:04: Ich liefere die Instrumente wenn jemand verstanden hat, dass er etwas tun muss.

00:30:07: Dann liefe ich die Instumente um es einzuführen und den Nutzen daraus zu ziehen.

00:30:14: Jetzt ist es ja so, mir ist gerade die Frage in den Sinn gekommen.

00:30:19: also ich meine sie sind Unternehmer Sie haben ihre Versicherungsagentur.

00:30:23: Sie könnten auch sagen okay ich fokussiere mich sozusagen auf meinen Unternehmen gucke dass das da alles gut läuft, dass sich da diese Konzepte umsetze.

00:30:32: Was ich mir da ausgedacht habe, das muss ja auch immer einem realitätstest unterzogen werden.

00:30:38: Das gilt die Dinge, die man sich ausgedachte zu reflektieren und es kann durchaus sein dass irgendwelche dinge, die ich mir überlegt habe einfach in der Realität nicht standhalten.

00:30:48: Es kann ja durchaus passieren Und sie hätten sich ja jetzt auch sozusagen auf ihren Kontext irgendwie fokussieren können und ihre Netzwerke bearbeiten.

00:30:57: Was treibt Sie an, rauszugehen da draußen in den Unternehmen zu sein?

00:31:02: Also und dann mit dieser Idee auch Mitstreitende gewinnen zu wollen weil sie hatten ja gesagt dass die mittlerweile in allen Bundesländern gewesen sind.

00:31:12: wir haben im Vorgespräch habe ich gehört das sie natürlich auch Kontakte zu Politikern schmieden also so und dann kommt auch mal eine Reise nach Berlin herum und man stellt irgendwie was vor.

00:31:21: Also das ist ja im wahrsten Sinne des Wortes halt auch so eine wirklich kleinteilige Lobbyarbeit dann für solche Dinge, also was treibt den Alexander Wild an das zu machen?

00:31:31: Also was ich sagen kann, Geld ist es nicht.

00:31:34: Weil ich würde mehr Geld verdienen wenn ich mich auf genau dieses Thema organisiere.

00:31:38: Ich kann aber auch sagen also auf Versicherungen... Ich kann auch sagen, ich profitiere auch hin und wieder im Bereich von Versicherung einfach aus den Kontakten die da entstehen.

00:31:47: Aber es ist vor allen Dingen überzeugend!

00:31:49: Ich habe das für mich identifiziert dass wir gesellschaftlich einen riesen Dynamitfass haben ja?

00:31:56: Und das wird jeden Tag größer.

00:32:00: Unser gesellschaftlicher Zusammenhalt, der löst sich langsam aber sicher auf.

00:32:03: Wir bauen im Grunde genommen immer stärkere Fronten auf und ich will das nicht mehr mit angucken.

00:32:09: Ich will nicht mit anguckten dass wir Menschen nur weil wir sie nicht richtig entgegen nehmen Willkommen heißen.

00:32:18: und mit willkommen heißt nicht, dass ich alles mache was die Menschen wollen.

00:32:24: Darum geht es nicht sondern die Menschen brauchen Regeln, sie brauchen auch eine Formgebung und die müssen auch Bestimmungen einhalten.

00:32:33: wenn.

00:32:34: Ich bin viel mit Türken aufgewachsen.

00:32:36: Ich habe viele türkische Freunde und ich liebe das Essen, ich liebe viele Dinge.

00:32:40: Ich mag zum Beispiel bei Türken unheimlich gern diesen Respekt vorm Alter.

00:32:43: Das ist was wo ich finde dass wir Deutschen da können wir unheimliche profitieren gibt aber Sachen die ich richtig scheiße finde.

00:32:49: ja es gibt auch Sachen wo ich sage ne das finde ich aus der türkischen Kultur für mich überhaupt nicht gut.

00:32:53: Sag mal eine Kinder-Ehe ist jetzt keine typisch türkischer Geschichte aber es gibt diese Situation Für mich das Privileg, dass ich da sehr wertfrei bin.

00:33:06: Ich bin alles andere als politisch motiviert was dieses Thema angeht.

00:33:09: Ich sage nur wenn wir nicht verstehen, dass wir mehr brauchen als ein Sprachkurs und sogar die werden ja mittlerweile abgeschafft Wir brauchen Fähigkeiten in Unternehmen Menschen die aus anderen Kulturen kommen im meiner Belegschaft zu integrieren Und die Unternehmen haben diese Fähigkeit nicht.

00:33:25: Die glauben immer wenn sie sich politisch in ihrer Definition politisch korrekt verhalten, dann wird das schon irgendwie funktionieren.

00:33:34: Aber es funktioniert eben nicht.

00:33:37: ganz viele Beschäftigungsverhältnisse von Menschen mit migrantischen Hintergrund scheitern an Kleinigkeiten.

00:33:43: Ich habe das auch in dem Buch drinne.

00:33:45: wenn sie in Afghanistan oder Syrien groß geworden sind jetzt ich rede nicht von den Hauptstädten da funktionieren viele Sachen gut.

00:33:54: aber wenn sie irgendwo auf ein Land groß geworden kommen sie hier nach Deutschland und dann ist zum Beispiel die gesellschaftliche Vereinbarung zur Pünktlichkeit eine andere als das in Afghanistan.

00:34:06: In Afghanistan kann es sein, dass wenn der Bus nicht fährt oder dass er einfach eine Panne hat oder der Fahrer weiß ich nicht krank ist, dann kommt kein Bus ja?

00:34:14: Aber in Deutschland ist das anders!

00:34:15: Und diese Verbindlichkeit, diese Pünkligkeit, die wir haben... Das ist so einer der ersten Aufgaben, die ich habe als Arbeitgeber.

00:34:23: Es zu erklären und nicht einfach nur zu erwarten, aber auch es zu sanktionieren.

00:34:29: Und nicht alles zu akzeptieren.

00:34:30: wenn ich nämlich nicht sanktione dann passiert das was wir haben was ich am Anfang gesagt habe.

00:34:36: die bestehen belegschaft fängt an und sagt warum darf der denn immer zu spät kommen?

00:34:41: dass ist doch nicht in ordnung.

00:34:42: wir fühlen uns unfair behandelt.

00:34:46: Gut, also das sind so sicherlich Beispiele die man sehr weit irgendwie auch fortführen könnte.

00:34:54: Ich überlege gerade reicht denn da so ein cultural expert?

00:34:59: Also jetzt mal wenn ich da ernsthaft dran gehe brauche ich da möglicherweise ein Team weil sie hatten das vorhin gerade angesprochen wenn ich mir jetzt vorstelle, also ganz konkret.

00:35:09: Ich mache ein ganz konkretes

00:35:10: Beispiel

00:35:11: weil das ist immer am besten.

00:35:12: wir hatten neulich eine Anfrage von einer syrischen Frau Mediengestaltung die halt irgendwie bei irgendeinem Bildungsträger in der Ausbildung ist ob sie bei uns arbeiten kann und da sitzt sehr scharke Da gibt es nicht nur eine kulturelle Differenz, sondern da gibt es auch noch eine Differenz zwischen Mann und Frau.

00:35:33: Und dann machen... also das ist jetzt mein ohne jetzt irgendwie großartig darüber nachgedacht haben.

00:35:39: natürlich führe ich das Gespräch und nehme meine engste Mitarbeiterin dazu und meine engsten Mitarbeiterin hat einen Migrationshintergrund.

00:35:46: und der Migrations Hintergrund der ist für mich kein Hemmnis, sondern der Integration oder dieser Hintergrund ist eine Bereicherung dafür.

00:35:57: Dass die Leute so jemand jetzt auch schon mal sieht...

00:36:01: Aha!

00:36:02: Das ist irgendwie der Typ arbeitet da auch mit einem Mitjemanden zusammen, wo vielleicht mal irgendwie zugewandert ist und so weiter.

00:36:10: Die Frauen untereinander haben vielleicht noch einen anderen Draht.

00:36:13: Geh vielleicht auch mal raus und hole mir ein Kaffee und dann kann man diese ein bisschen selber Tuchfühlung aufnehmen.

00:36:20: Also bräuchten wir eigentlich sozusagen auch dann eben gemischte Teams, also so oder vielleicht auch Generationen übergreifende Teams weil ich merke jetzt als... Auch wenn ich Anzeigen verkaufe Ich komme mit manchen Generationen Mit der jungen Generation von Gewerbetreibenden kommt Herr Scharke nicht mehr in Kontakt.

00:36:36: Der ist einfach zu alt dafür Weil die anderen eine andere Denke haben.

00:36:40: Die müssen anders adressiert und angesprochen werden.

00:36:42: Ist jetzt ein Beispiel aus meiner Praxis.

00:36:45: Wenn man das jetzt weiter denkt, oder wie denken Sie das?

00:36:48: Und was sind Ihre Erfahrungen?

00:36:50: Also wir haben... Ich sag Ihnen ganz oft wird gesagt Ja.

00:36:56: Das ist ja so ein großes Thema Da bräuchten wir ja ganz viele Stunden.

00:37:01: Das muss ja eigentlich jemand im Vollzeit machen und jetzt kommt ganz oft dann eben auch diese Aussage, da reicht ja eigentlich einer gar nicht.

00:37:08: Aber ich stelle dann immer die Gegenfrage wer macht es denn im Moment?

00:37:11: Im Moment macht's niemand!

00:37:13: Im Moment gibt es immer nur diese Pflaster.

00:37:15: Ich hole mir vielleicht mal jemandem im Unternehmen der mich berät einen interkulturellen Coach oder sowas der man eine Schulung macht.

00:37:22: wie gehe ich damit mit bestimmten Personengruppen um?

00:37:24: aber das hilft mir nicht weil das Wissen wandert wieder ab.

00:37:27: Die Mitarbeiter in der Datei nehmen die gehen vielleicht.

00:37:30: das sind keine Profis und dieser Coach geht auch irgendwann.

00:37:33: deswegen ist Kalschowell-Expert so wichtig.

00:37:35: und um es noch ein bisschen konkreter zu machen.

00:37:38: Es gibt in dem Kalshowell-Konzept genau dafür den Lösungsansatz des Kalshowell Ambassadors, da geht's darum zu sagen das ist jemand wenn ich eine bestimmte Personengruppe oder Kultur eine bestimmte Kulturgruppe stark vertreten habe im Unternehmen, in einem größeren Unternehmen.

00:37:53: Dann kann ich ein Cultural Ambassador identifizieren.

00:37:56: Ich mache ein Beispiel.

00:37:56: Ich habe jetzt zum Beispiel einen Unternehmen gehabt das habe ich besucht.

00:38:00: die haben über zweihundert Tamilen als Mitarbeiter.

00:38:05: So, ich weiß nicht was sie über Tamil wissen?

00:38:06: Ich wusste gar nichts über Tamil.

00:38:08: also so der cultural expert der da ausgebildet wurde er hat als allererstes natürlich ein cultural ambassador identifiziert.

00:38:21: Das ist ein ganz wichtiger Punkt.

00:38:28: Was sind die wichtigsten Feiertage in einer bestimmten Glaubensgruppe?

00:38:33: Und das geht weit über Ramadan hinaus, was ja mittlerweile Standard ist.

00:38:37: da gibt es so viele Dinge, die wir nicht wissen.

00:38:40: Und der Kaltschulexpert hat eben genau die Aufgabe.

00:38:43: wie gesagt Wir sind immer an dem Punkt was soll er denn noch alles machen?

00:38:46: Das höre ich in jedem Seminareur.

00:38:48: Was sollen wir denn noch als machen?

00:38:49: und dann sage ich immer ihr müsst priorisieren.

00:38:52: Ihr müsst gucken was jetzt im Moment für euch das Wichtigste ist aber jede Stunde die ihr da investiert helft dir dabei dass das Unternehmen stabiler ist.

00:39:03: Und jetzt, ich habe mir eben gerade die Frage gestellt, cultural expert, cultural ambassador oder so.

00:39:09: Warum alles auf Neu-Deutsch?

00:39:10: Ist das also weil es ein internationales Konzept ist oder was ist ihre Idee sozusagen dahinter?

00:39:16: Also wir sind da natürlich in Deutschland sehr affin solche Anglizismen zu übernehmen.

00:39:23: oder haben sie gedacht dass es anschlussfähiger wenn ich das so mache?

00:39:28: Also erstmal sind die Personengruppen, die im Kaltschuldkonzept dann... Alle Personengruppen, die teil sind.

00:39:36: Da ist eigentlich einfach der kleinste gemeinsame Nenner.

00:39:38: und dann ist es so dass ich ein europaweites Patent habe auf das Konzept.

00:39:43: also ich hab eine sogenannte Gewehrleistungsmarke.

00:39:45: Das heißt also nicht der Name ist geschützt sondern das Beratungskonzept ist geschürzt Und das in ganz Europa weil wir einfach auch Kunden haben die In Europa Dependorsen haben und im Ausland auch zum Beispiel beraten war gerade ein Unternehmen Die haben Softwareingenieure in Kroatien Und da ist Englisch einfach das Beste.

00:40:04: Wenn ich mit Kroatien erklären möchte, Kulturbotschafter, der versteht das nicht.

00:40:08: Also ich kann es ihm erklären und dann versteht er's.

00:40:10: aber wenn ich es auf Englische sage habe ich den kleinsten gemeinsamen Nenner.

00:40:17: Wir haben jetzt ganz viel gehört, also so.

00:40:20: Jetzt hören wir noch mal eine kleine Musik damit wir nochmal ein bisschen durchatmen können und dann bewegen wir uns schon.

00:40:26: Das ging jetzt wie im Flug.

00:40:29: Dann bewegen we uns schon auf die Zielgrade unserer Radiosendung zu.

00:40:34: Ja willkommen zurück im Stadtlabor des freien radius kassel.

00:40:38: das von alexander wild entwickelte cultural concept ist unser thema heute.

00:40:42: wir haben jetzt ganz ganz viele Ansatzpunkte gehört worum es geht was da draußen in den betrieben los ist wie man ja wie man menschen gut sage ich mal integrieren kann und zwar alle nicht nur die die zugewandert sind.

00:40:56: Und er will wir habe schon angedeutet.

00:40:58: Das ging jetzt alles so schnell.

00:40:59: Wir sind auf der zielgrade.

00:41:01: Was ist denn so?

00:41:02: Was sind so ihre wünsche an die zukünftige?

00:41:04: Also weil sie sind ja sehr umtriebig.

00:41:06: Sie sind mit ganz, ganz vielen Menschen Institutionen und so weiter im Kontakt.

00:41:10: also das was die tun fällt auch auf dem fruchtbaren Boden.

00:41:14: Und was wäre denn jetzt eigentlich wünschenswert?

00:41:16: Weil sie haben vorhin von einem gesellschaftlichen Dynamitfass gesprochen und klar und die Betriebe sind natürlich irgendwo ein wichtiger Kit letztendlich halt auch und wenn es auch da auseinanderläuft dann ist es natürlich auch schwierig.

00:41:31: Also im Betrieben findet Integration statt, das ist der Ort wo Integration stattfindet.

00:41:35: Nicht in Communities.

00:41:37: In Communities ziehen sich die Leute in der Regel zurück.

00:41:40: wenn sie aus einem anderen Land kommen dann suchen Sie Kontakt und wir Deutschen sind da nicht anders.

00:41:44: Wenn wir nach Kanada auswandern dann suchen wir die deutsche Community Und da entwickelt es sich aber kein Integrationsprozess.

00:41:50: Ein Integrations-Prozess kann sich an dem Arbeitsplatz entwickeln.

00:41:53: deswegen muss die Politik hier viel stärker eingreifen und zwar nicht als Regel oder Kontrolle, sondern als Hilfsangebot zu sagen okay wir müssen unsere Unternehmen weil Unternehmen sind auch nur Menschen oder setzen sich aus Mensch zusammen.

00:42:09: Wir müssen unsere Unternehmen in die Lage versetzen dass sie erfolgreich am Arbeitsplatz integrieren können.

00:42:16: ich mache mal das Beispiel wenn die als Italiener nach Deutschland gekommen sind.

00:42:20: nach dem Krieg hat die Integration sicherlich nicht ideal funktioniert, aber die Leute haben gearbeitet und wir brauchen Menschen, die arbeiten.

00:42:31: Und wir haben heute ganz andere Möglichkeiten so eine Integration zu begleiten.

00:42:34: Sie haben vorhin KI angesprochen.

00:42:36: man kann mit einer KI solche Themen wie Sprache viel besser lösen als in den fünftiger Jahren.

00:42:42: Damals war zum Beispiel ein großes Thema auch Ernährung.

00:42:45: Die Italiener sind nach Deutschland gekommen haben das deutsche Essen gegessen und haben das einfach nicht vertragen.

00:42:50: diese schwere deutsche essen.

00:42:51: Das sind Themen die alle gelöst.

00:42:54: Heute können sie auf ganz andere Hilfsmittel zurückgreifen.

00:42:58: Aber Unternehmen brauchen hierbei politische Unterstützung und es muss auch so sein, dass ein Unternehmen wenn es einen Mitarbeitenden im Unternehmen behalten möchte das ist auch die Möglichkeit bekommt weil wir lesen leider immer wieder von Beispiel wo Menschen abgeschoben werden die bereits gut integriert sind aus irgendwelchen formalrechtlichen Punkten heraus.

00:43:22: Also mein konkreter Wunsch ist, die Politik soll sich mehr mit Lösungen befassen und weniger damit irgendwo homeopathische Maßnahmen zu etablieren.

00:43:30: Kein Vorwurf weil es ist ein schwieriges Thema.

00:43:33: Das wäre so mein Wunsche

00:43:36: Und ich meine wie kriegen wir das?

00:43:38: Wie kriegen wir in die Umsetzung?

00:43:40: also so Wir wissen ja auch dass Ja, wie heißt es so schön?

00:43:45: Also mir hat man jemand gesagt aus einem anderen Zusammenhang der Stadtvorordnung und Versammlung sagt Demokratie ist langsam.

00:43:51: Und jetzt kommen bestimmte Gruppen auch politische Gruppen die sagen eigentlich ist doch alles ganz einfach und das ist ja Teil des Sprengstoffs sozusagen den wir haben.

00:44:03: Wie gesagt sie sind hier auch schon sehr lange dran.

00:44:05: Wie können wir da oder vielleicht noch mal anders gefragt?

00:44:09: Weil Sie haben ja auch vom Ehrenamt gesprochen.

00:44:12: Was kann, die Politik muss was tun aber was kann vielleicht dann auch jeder Einzelne irgendwie auf einer persönlichen Ebene tun?

00:44:20: also einfach um zu einem gelingenden Prozess beizutragen weil auch jemand der jetzt zum Beispiel... Also ich habe das auch gehört ist noch gar nicht so lange her dass jemand bei Bei einem großen Automobil Konzern arbeitet, wo es viele Mitarbeiter gibt hier und der ist so gefrustet von seiner Arbeit.

00:44:42: wo ich irgendwie denke, ey du machst dir doch dein Leben kaputt damit.

00:44:46: Und das kannst du auch nicht sein und wir wollen ja oder wir dürfen vielleicht auch glücklich sein mit dem was wir machen, auch wenn wir jetzt vielleicht nicht den super Top Job haben oder sowas.

00:44:56: Also noch mal die Frage klar politische Flankierung von Maßnahmen?

00:45:01: Vielleicht auch es gibt viele Förderprogramme dass man zum cultural expert ein bisschen Bezuschuss kriegt oder wie auch immer.

00:45:08: darüber.

00:45:08: so etwas könnte man nachdenken aber sozusagen auf der ganz persönlichen Ebene?

00:45:14: Also ich glaube erst mal muss jeder verstehen, dass extreme Positionen in so einer Diskussion nichts bringen.

00:45:19: Wir brauchen Zuwanderung und wir brauchen eine Zuwnderung von achthunderttausend bis einem Million pro Jahr.

00:45:23: das müssen wir haben.

00:45:25: aber wenn wir so eine Zuwanderung bewältigen wollen dann brauchen wir auch die Instrumente diese Zuwänderungen sag mal selektiver zu machen.

00:45:33: aus meiner Sicht ist diese Fluchtzuwanderungen viel zu große Herausforderungen für uns für uns als Gesellschaft.

00:45:39: Wir müssen Menschen helfen, ich bin sehr stolz dass wir in der Lage sind das zu tun!

00:45:45: Wir müssen aber auch die Menschen die wir wirklich brauchen und die eine fachliche Qualifikation haben, die müssen wir gezielt nach Deutschland holen weil wenn wir eine zu hohe Integrationsanstrengung haben dann bleiben alle auf der Strecke und wir geben Versprechen ab an Menschen die nach Deutschland kommen was wir nicht aufrecht erhalten können.

00:46:04: Deswegen glaube ich, dass geht bei jedem selber los.

00:46:06: Erst mal extreme Positionen bringen nicht.

00:46:08: Wir brauchen Zuwanderung.

00:46:09: aber es ist auch nicht so das wir alles akzeptieren müssen was Menschen aus anderen Kulturkreisen kommen.

00:46:14: für mich ist völlig klar wenn jemand sich hier nicht gesellschaftskonform verhält und kriminell wird dass er hier nichts verloren hat.

00:46:19: Für mich ist das völlig klar.

00:46:21: Ich bin im Unternehmen der Chef.

00:46:23: Und wenn in meinem Unternehmen jemand gegen meine Regeln oder gegen juristische Auflagen verstößt, dann ist er bei mir nicht richtig.

00:46:30: Das ist meine Entscheidung und für mich.

00:46:32: ich persönlich als Deutscher wünsche mir auch dass genauso konsequent auch so eine Position durchgehalten wird mit Menschen die kriminell werden.

00:46:39: aber Der größte Teil ist es eben nicht.

00:46:42: Und dieser größten Teil, der es nicht ist... Das sind wertvolle Menschen!

00:46:45: Wir können stolz darauf sein dass wir die Chance haben das Männchen in unser Land kommen wollen.

00:46:50: aber wir müssen ihnen auch einen Integrationsprozess ermöglichen, der strenger ist und ich sage bewusst streng er und der ihn auch mehr Regeln auferlebt und zwar regeln sie nicht gegen ihre Werte verstoßen aber regeln die uns als Gesellschaft ermöglichend zu integrieren.

00:47:09: Okay, also das Thema... Was wir jetzt besprochen haben, das ist sehr groß.

00:47:15: Wir sind mit unserer Sendezeit am Ende erst mal zumindest für heute und wir werden sicherlich Möglichkeiten haben es noch einmal zu bewegen, zu besprechen.

00:47:25: Wir wünschen natürlich dass möglichst viele Hörerinnen und Hörern irgendwie mitkriegen was wir hier besprochen habe.

00:47:32: Wir werden das ja auch als Podcast eben bereitstellen diese Sendung damit sie halt auch nachgehört werden kann.

00:47:40: Vielleicht haben wir dann wirklich mal die Möglichkeit, zu einem anderen Zeitpunkt nochmal zu schauen.

00:47:45: was da raus geworden ist und wie es sich eben halt auch vielleicht weiterentwickelt hat, weil die viele, viele Themen, die wir heute bewegt haben.

00:47:54: Die alle haben sie irgendwie gehört.

00:47:57: aber das Thema... Sie hatten das gerade angesprochen dass sie sich halt Lösungen wünschen mehr Lösungen wünschen und das ist ja auch etwas wo wir im Moment sage ich mal in so einer Situation sind hier zumindest meine Wahrnehmung, dass wir eigentlich gar nicht mehr so genau wissen wie wir das dann auch auf die Straße bringen, sage ich mal.

00:48:17: Und das ist natürlich immer noch ein großes Thema.

00:48:20: in diesem Sinne ganz herzlichen Dank an Alexander Wild, Entwickler von Cultural Concept und dafür dass sie hier so angeregt und engagiert für ihr Thema gestritten haben.

00:48:34: Danke schön, dass ich darüber berichten durfte Herr Schacke!

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