StadtLabor im Freien Radio Kassel: 20 Jahre Kassel West e.V.

Shownotes

Bärbel Praßer, Mario Lang, Wolfgang Matthäus und Hans-Helmut Nolte von Kassel West e.V. "experimentieren" mit Gastgeber Klaus Schaake im StadtLabor über die Themen, die ihr Verein im Lauf der letzten 20 Jahre für den Vorderen Westen und auch darüber hinaus bewegt hat. Sie sprechen darüber hinaus über aktuelle Projekte in Kassels am dichtesten besiedelten Stadtteil und die Herausforderungen für die Zukunft.

Der Pordacst wurde im freien Radio Kassel aufgenommen.

Info: www.vorderer-westen.net

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00:00:00: Willkommen im Stadtlabor des Freien Radios Kassel, liebe Hörerinnen und Hörern.

00:00:04: Zwanzig Jahre Kasselfest-EV ist das Thema unserer Sendung vom achtem Oktober zwanzig sechsundzwanzig.

00:00:10: Was es mit diesem Geburtstag auf sich hat?

00:00:11: Das besprechen wir in dieser Sendung mit unseren Gästen für sie heute am Mikro Klaus Schake Und unsere Gäste stellen sich bitte ganz kurz einmal selbst vor damit wir jeden einmal gehört haben uns ein bisschen mit seiner Stimme zuordnen kann.

00:00:27: Dann fange ich an.

00:00:28: Mein Name ist Werbel Presser, ich bin die Vorsitzende von Kassel West TV und arbeite auch im Arbeitskreis Soziales mit.

00:00:35: Mein name ist Mario Lang.

00:00:36: Ich bin seit den Ortsberat Forderer Westen gewählt und seitdem Mitglied bei WestTV und in dem Zusammenhang dann auch Mitglied im Vorstand geworden.

00:00:46: Und ich mag besonders dieses Engagement was dahinter steht um Bürgerschaft zu beteiligen.

00:00:54: Ich bin vor allen Dingen zuständig für den Bereich der Stadtteilgeschichte.

00:00:59: Daran hängt mein ganzes Herz.

00:01:01: Ich heiße Hans-Welmut Nolder, ich bin von Beruf Stadtplaner und kümmere mich deswegen im Verein Kassel West im Wesentlichen um die Aspekte der räumlichen Planung und bin auch im Vorstand.

00:01:16: Ja, wunderbar erstmal für diese kleine kurze Runde und jetzt erst mal das Wichtigste sozusagen für unsere Hörerinnen und Hörern vorab.

00:01:24: Es kann ja durchaus sein ich habe Kassel West eV hat noch niemand gehört.

00:01:28: was genau verbirgt sich hinter diesem Verein?

00:01:32: Kassle West e V kümmert sich um die Stadtteilentwicklung unserer Stadtteils.

00:01:36: wir haben einen sehr schönen Stadtteil mit vielen alten Kunstdenkmälern Und uns ist es ganz wichtig dass dieser Stadtteil sich gut weiterentwickelt.

00:01:45: Und wie Mario schon gerade gesagt hat, dabei ist uns natürlich auch ganz wichtig, dass die Bürger und Bürgerinnen sich beteiligen.

00:01:51: Und ihre Expertise und ihre Erfahrungen mit einhergehen und so gute Lösungen gefunden werden.

00:01:57: So

00:01:58: unterstützen wir alle möglichen Aktivitäten und haben jetzt Aufgabe, also Netzwerke zu bilden von Bürger- und Bürgerinnen.

00:02:05: Vielleicht sagt ihr noch was?

00:02:08: Ja, es geht um soziale Aspekte und es geht eben auch um räumliche Planungsüberlegungen.

00:02:17: Also wir versuchen alles was für den Stadtteil wichtig ist im Verein Kassel West zu bündeln.

00:02:25: Es ist ein offener Verein Und wir versuchen auch in die Öffentlichkeit, in die Stadtteilöffentlichkeit zu gehen mit thematischen Stadtteilkonferenzen zum Beispiel etwa zum Thema Bäume oder Wohnungsversorgung, also eigentlich die Probleme, die uns zurzeit umtreiben und die uns wahrscheinlich auch noch in die Zukunft begleiten werden.

00:02:53: Für diejenigen unter euch, die im Stadtteil Vorderwesten auch die Infotafeln gesehen haben.

00:02:57: Für die ist inhaltlich im wesentlichen Wolfgang zuständig und kümmert sich sehr darum.

00:03:02: aber das ist was wo wir auch dauerhaft an Haltestellen, an wichtigen Kreuzungspunkten vor besonderen Gebäuden oder an Ecken wo etwas ganz Besonderes passiert ist wahrnehmbar sind wo wir euch informieren wollen und einladen wollen mit uns in Diskussionen zu kommen.

00:03:19: Aber da kann Wolfgang bestimmt gut ergänzen.

00:03:22: Ja, ich würde gerne noch einen anderen Aspekt hervorreben oder bündeln was eben gesagt worden ist.

00:03:28: Uns geht es darum sich einzumischen also dass die Leute im fordern Westen sich einmischen auch jenseits dessen was normal so üblich ist bei wahlenden Kreuzchen zu machen sondern sich eben aktiv einzumischen.

00:03:42: und das machen wir auf der aktuellen Ebene.

00:03:46: Das machen wir auch im Hinblick auf die Vergangenheit.

00:03:49: dazu später vielleicht noch

00:03:51: Jetzt so eine, also im offiziellen Vereinsnamen steht Kassel West

00:03:56: e.V.,

00:03:57: da könnte man sich jetzt auch vorstellen, Kasseler West ist ja größer, William Söhe, Haraldshausen könnte man auch dazu assoziieren.

00:04:04: Fokussiert ihr jetzt tatsächlich auf den vorderen Westen?

00:04:07: Also das was wir als Stadtteil sozusagen kennen oder macht die Arbeit nicht halt an jetzt formalen oder politischen Stadteilgrenzen?

00:04:18: Ja, unser eigentlicher Tanzbereich ist schon der vorderwesten als Stadtteil.

00:04:23: Es gibt natürlich immer wieder Themen die weit darüber hinausreichen.

00:04:28: also das ist der Dauerbrenner Verkehr und Mobilität relativ neu ins Bewusstsein gekommen ist, die klimatische Situation der Stadt.

00:04:42: Da können wir jetzt keine Inselpolitik machen sondern da müssen wir auf jeden Fall mit den umliegenden Stadtteilen zusammenarbeiten, um eben tatsächlich eine lebenswerte Stadt zu sichern zu können.

00:04:55: Wir haben aber zum Beispiel auch vor einigen Jahren eine Initiative gestartet, die nannte sich mehr Demokratiewagen.

00:05:02: Und diese Initiative mehr Demokratiewagen setzte sich auseinander damit, dass Gutachten früh veröffentlicht werden.

00:05:08: Die von der Stadt erstellt werden das Teilhabe möglich wird.

00:05:11: und die haben wir nicht nur im Ortsberat Vorderer Westen dann so beschlossen sondern ich meine in acht weiteren Ortsbarätten sind sie beschlossen worden.

00:05:19: also wie Hans Helmut sagt Der Tanzbereich ist der vordere Westen aber wenn ein Lied wichtig ist dann hört man es auch in anderen Stadtteilen.

00:05:27: Jetzt ist es so Vielleicht nochmal einfach.

00:05:31: auch für diejenigen, also für uns allen, die wir hier sitzen ist der vordere Westen sehr geläufig.

00:05:35: Vielleicht mal einfach so eine ganz kleine Runde.

00:05:37: was macht den vorderen Westen für euch so aus?

00:05:41: Ja das ist zunächst einmal die ursprüngliche Einheitlichkeit der Planung.

00:05:47: Der Stadtteil entstand ja als Gesamtidee von Sigmund Aschrott etwa seit den Achtzigerjahren des Achtzehn Jahrhunderts Und hat sich dann relativ schnell entwickelt, ist im Zweiten Weltkrieg in der westlichen Hälfte also etwa bis zur Querallee eine markante Straße die den Stadtteil von Norden nach Süden.

00:06:17: durchschneidet, weitgehend zerstört worden.

00:06:22: Aber der westliche Teil ist noch sehr geprägt von gründerzeitlicher Bebauung und steht insgesamt unter Assembleschutz mit einer ganzen Reihe von Einzelbaudenkmalern.

00:06:37: Es ist also ein relativ einheitliches Gebiet klar begrenzt im Norden der Trasse der Bundesbahn im Süden von der Wilhelmshöhe Allee.

00:06:53: Im Westen.

00:06:54: auch von der Bahn, also etwa bis zum Bahnhof Wilhelmshöhe geht der Stadtteil und im Osten geht diese Struktur über in den eigentlichen Innenstadtbereich.

00:07:09: das ist ein bisschen fließend Und in dem Bereich haben wir auch schon einige Projekte gehabt, die wir mit dem Stadtteil Mitte zusammen durchgeführt haben.

00:07:21: Also dieser, sagen wir mal diese Einheitlichkeit und diese sehr starke historische Identität wären für mich die wesentlichen Merkmale des Stadtteils.

00:07:31: Der vordere Westen ist ein wirklich großstädtisch urbanes Quartier also das war auch der Absicht von Sigurd Ashrod.

00:07:40: Das ist die dichteste Bevölkerungsdichte in Kassel.

00:07:46: Auf der einen Seite, auf der anderen Seite mit sehr viel Grün was auch auf den Sigmund Aschurz zurückgeht.

00:07:54: also überall haben wir wieder die grünen Oasen wo man Ruhe finden kann.

00:07:59: Es ist so dass der vordere Westen wie Wolfgang sagt durch das Grünen es eigentlich eine Sequenz an Plätzen und Straßen mit Aufenthaltsqualität guten Räumen, Cafés, Bars Einkaufsmöglichkeiten, sodass durch diese Sequenz an guten Orten eine Fußläufigkeit entsteht und dadurch trifft man immer wieder auf Menschen die man schon mal gesehen hat, die man kennenlernen kann.

00:08:21: Und dadurch trotzdem die Dichte so hoch ist und fast sechzehntausend Menschen dort wohnen habe ich das Gefühl es ist ein stückweiten Kiez wo man sich sehr wohl fühlen kann weil man innerhalb des Stadtteils häufig auch die Menschen wiedertrifft.

00:08:38: Wir haben auch eine sehr gute, reichhaltige und kleinteilige Infrastruktur also was Geschäfte- und Gastronomie-Dienstleistungen anbetrifft.

00:08:47: Wir haben eine hervorragende ÖPNV Versorgung mit verschiedenen Straßenbahnen und Buslinien und am Strich könnte man sagen wenn Kassel irgendwo statt ist dann bei

00:08:58: uns Wunderbar, das ist natürlich erstmal eine sehr schöne Aussicht oder Aussage und auch Aussicht tatsächlich.

00:09:07: Weil ich meine wenn man so hört den Vordergrund der Westen kennen viele von außerhalb sozusagen und so hat er insgesamt ein ganz gutes Image nach draußen.

00:09:17: Und wir hatten ja vorhin also hattet ihr gesagt dass ihr auch das Thema Klima zum Beispiel übergeordnetes Thema ist.

00:09:25: Mario hatte angeführt dieses Projekt mehr Demokratie war was ja im Grunde genommen auch sehr, sehr aktuell ist.

00:09:32: Wenn wir uns das angucken, was da draußen so passiert, könnte man aus eurer Perspektive sagen dass sozusagen das Quartier oder der Stadtteil so ein Stück weit das Brennglas ist wo sich eben auch die großen gesellschaftlichen Themen abbilden.

00:09:45: und welche sind das?

00:09:47: Die sich jetzt aus eure Perspektiven im Wesentlichen im vorderen Westen abbildet bzw mit denen ihr arbeitet.

00:09:56: Also historisch betrachtet kann man sagen dass der Vorderwesten ein Teil Kassels gewesen ist, wo die neuen sozialen Bewegungen zum ersten Mal so richtig sichtbar vielleicht geworden sind oder auch sich angesiedelt haben.

00:10:12: Also die soziale Bewegung unter anderem auch die Frauenbewegung, die ihr erstes Zentrum im vorderen Westen gehabt hat.

00:10:20: Man sieht das dann heute daran, dass der vorderer Westen

00:10:24: eine

00:10:25: Hochburg der Grünen in Kassel Nicht die Einzige, aber eine Wesen, die ich glaube.

00:10:31: Und das hat schon historische Ursprünge da drin, dass dieser Teil Kassels attraktiv geworden ist für solche Menschen, die sich zum Beispiel in Wohngemeinschaften in den Siebziger-Achtzigerjahren niedergelassen haben.

00:10:47: Ja mit den Wohngemeinigkeiten, das ist ein interessanter Stichwort weil es gab in den Sebzigger-Achziger Jahren einen Zeitfenster in dem die großen gründerzeitlichen Wohnungen von den Normalbürgern nicht angenommen wurden.

00:11:04: Das hat seinen Grund darin, dass die Zuschnitte für Familie nicht geeignet waren Fenster bezugig waren mit Einschreibenverglasung, dass man einzulöfen hatte Kohle oder Öl und das war alles nicht so toll.

00:11:21: Und da haben sich eben wirklich ja denke mal hunderte von Wohngemeinschaften niedergelassen und eine ganze Reihe dieser ehemaligen Studenten die wohnen jetzt in normal etablierter Lebenssituation zum Teil immer

00:11:39: noch in diesen Warnungen.

00:11:41: Aber Klaus, du sprachst ja von Brennglas.

00:11:46: Brennglass sind für heute sicherlich in dem Thema Wohnen.

00:11:48: also man findet bei uns im Stadtteil kaum eine Wohnung und wenn zu unglaublichen hohen Preisen.

00:11:53: und tatsächlich gehört zu einem bisschen Selbstkritik auf den Stadtteil betrachtet auch dass wir da innerhalb einer relativ Wohlfühlblase leben.

00:12:01: das heißt große soziale Verwerfungen sind nicht innerhalb des Brennglases des Stadtteils wohl aber das Thema Wohn Und ganz aktuell haben bestimmt alle eine Zeitung gelesen, werden wir vermutlich nicht in die Mieterschutzverordnung des Landes Hessens aufgenommen.

00:12:17: Das heißt, wir haben viele Möglichkeiten, die uns diese Angehörigkeit in diese Mieter-Schutz Verordnung geboten hätte – haben wir nicht!

00:12:24: Wir müssen uns ernsthaft damit auseinandersetzen oder weiter damit beschäftigen nach Lösungen suchen wie wir das Thema wohnen auch gerade bei uns im Stadtteil für junge Familien und Studierende im Grunde alle Menschen aus unserer Bevölkerung attraktiv und erlebbar machen können.

00:12:39: Und das ist im Moment ein weiterer Fern, und das bedrückt uns eigentlich alle sehr.

00:12:45: Das wollte ich auch sagen der Vorderwesten hat ja zwar mindestens zwei Dentrifizierungswellen durchlebt und Kassel West also ist organisiert in vielen Arbeitskreisen wo die Themen behandelt werden und wir haben einen Arbeitskreis Wohnen.

00:12:59: diese Arbeitskreise sind auch alle offen für

00:13:01: alle

00:13:01: Menschen die daran interessiert sind Und er hat dann auch schon Stadt der Konferenzen zu den Themen veranstaltet.

00:13:09: Und jetzt ganz konkret machen wir mit der Initiative nachgefragt, zusammen eine Veranstaltung zum Thema Entmietung und Leerstand zur Profit-Maxibierung.

00:13:19: Wir sind da an dem Thema dran und das was Mario gesagt hatte werden uns sicher auch in Belde weiter drum kümmern.

00:13:25: Wer Lust hat im Aka Wohnen mitzumachen ist herzlich eingeladen!

00:13:29: Ja, das ist natürlich so ein bisschen noch die Kehrseite der hohen Attraktivität dieser Stadtteils.

00:13:34: Also jeder möchte dorthin... Das war wie gesagt in den Sebziger-Achtzigerjahren bei Weitem nicht so.

00:13:40: aber heute der Stadtteil gilt ja als beliebtester Kasseler Stadtteil hat eben das Image großstädtisch und liberal und interessant zu sein.

00:13:54: Und das heißt eben, dass es enormen Druck auf den Wohnungsmarkt gibt deutlich stärker als in anderen Kasseler Stadtteilen.

00:14:06: Und dem muss die Stadt langsam mal begegnen.

00:14:10: also bislang haben wir noch keine proaktiven Projekte und Überlegungen der Stadt wahrnehmen können.

00:14:20: Und wir werden aber weiter in diesem Bereich als Verein aktiv und tätig sein, und hoffen dass wir in der Zukunft angemessen und bezahlbaren Wohnraum im Stadtteil halten können oder auch neu bekommen

00:14:36: Um da gleich anzuschließen, dann sagen wir uns so ganz stimmt sehr nicht.

00:14:39: Wir sind gemeinsam in einer Arbeitsgruppe die sich auch um Wohnen kümmert und in der sprechen wir ja auch über die Bebauung am Rathaus II.

00:14:46: Der Stadt Kassel hat das ehemalige Wintershallgebäude gekauft und damit auch Grundstücke erworben, die sich ganz hervorragend für neue Wohnbauprojekte eignen.

00:14:55: Und in dem Zusammenhang machen wir ja Vorschläge darüber wie es sich ausgestalten könnte Und das kann ja gerade auch Soziales wohnen sein.

00:15:04: Kann und muss, das muss ökologisch anständig soziales Wohnen beste Vorbildfunktion haben um das an anderen Stellen wiederholen zu

00:15:11: können?

00:15:11: Ja das ist richtig die Chancen sind da wir haben Potenziale.

00:15:16: Die Frage ist nur ob die Stadt das wirklich ergreifen wird.

00:15:19: Das ist sicherlich politisch auszuhandeln.

00:15:23: Aber ebenso wie am Umweltthema kommen wir an Thema bezahlbarer Wohnraum im Stadtteil nicht herum.

00:15:29: Ich habe noch einen Nachtrag zu dem, was Berbel eben gesagt hat.

00:15:32: Die Initiative nachgefragt mit VSTV.

00:15:35: Da gibt es diese Veranstaltung zum Leerstand und zum Wohnen.

00:15:38: Sie findet am Dienstag im drehzehnten Oktober um ab achtzehn Uhr im Stadtteilzentrum

00:15:44: statt.

00:15:45: Ich wollte ganz gerne noch mal an einem konkreten Beispiel einhaken, was das Thema Wohnen angeht.

00:15:49: Wir haben das ja alle in der Lokalpresse auch intensiv verfolgt, was die Bebauung des Wäschereigquartiers angeht und da war eben dann halt auch die Frage wie ist es jetzt mit einer Quote?

00:16:01: Die Wohnungen werden unglaublich hochgehandelt also so.

00:16:05: Das sind ja alles Themen, die halt auch im Stadtteil sozusagen sind.

00:16:08: hat euch das als Verein auch

00:16:09: umgetrieben?

00:16:10: vom Ortsbeirat weiß ich dass, diskutiert hat, dass man auch die Stadt darauf hingewiesen hat hey da müsste mehr passieren.

00:16:20: Da könnte mehr passieren.

00:16:21: also vielleicht könnt ihr es an diesem konkreten Projekt mal ein bisschen formulieren wie ihr zu solchen Dingen arbeitet.

00:16:29: weil ich meine es ist ja wahrscheinlich auch so das es nicht nur eine einheitliche Position jetzt gibt.

00:16:33: das ist ja auch bei solchen Themen mit unterschwierig.

00:16:37: Wenn ich da vielleicht für uns antworten darf Das ist gerade ein richtig schlechtes Beispiel dafür, weil das Welcherquartier bebaut wurde bzw.

00:16:45: der vorhabenbezogene Bebauungsplan auf den Weg gebracht wurde als wir gerade diese Sozialwohnquote in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen hatten mit großer Mehrheit aller demokratischen Parteien.

00:16:56: Und dann war aber das Projekt schon ein Stück weit vorangestritten und die Stadt hat sich mit den Investoren darauf geeinigt, dass zur Dörnbergstraße der Neubau sollte diese damals im Jahr-Zwanzig heute dreißig Prozent Sozialwohnungen erhalten.

00:17:11: Es gab aber noch keine genauen Bestimmungen wie solche Sachen umgesetzt werden sollten!

00:17:16: Dann haben die Investoren das gemacht, was Investoren vermutlich immer machen.

00:17:19: Sie haben die kleinsten Wohnungen ausgewählt.

00:17:21: Das waren in dem Fall vier Studierenden Apartments, die sie gesagt haben, dass soll die twenty-fünfzehntige Sozialquote im Neubau zu Lörnbergstraße abbilden.

00:17:29: und am Ende – das war Thema letztes Jahr in der Lokalpolitik – hat der Investor gesagt, ach, das können wir uns jetzt doch nicht leisten.

00:17:35: Unsere Wirtschaftlichkeitsberechnung gab es nicht her.

00:17:37: wie bauen die nicht oder stellen die nicht als sozialem Wohnungsraum zur Verfügung?

00:17:41: Und da finde ich als Person sehr schade und auch falsch, dass nicht eingeklagt hat, weil das ist dann vielleicht auch ein negatives Beispiel was andere nachahmen.

00:17:50: Aber gerade dieses Quartier-Welscherquartier oder dieses Projekt WelscherQuartier ist ein Zeichen dafür, dass wir trotz unseres großen sozialen Engagements im Stadtteil nichts ausrichten konnten gegen die Interessen der Investoren.

00:18:03: Wenn Mario, wenn du sagst ganz kurz, wenn ich da einhaken darf.

00:18:07: Das aus nachvollziehbaren Gründen ist das Wäscherei-Quartier jetzt nicht so.

00:18:10: ein super Beispiel ist dass Martini Quartier auch ein relativ junges Quartiere eines der Jüngeren in Kassel ist auch entstanden im vorderen Westen also schätzt ihr das anders ein dort?

00:18:20: Dass

00:18:20: Martini quartiert völlig andere Voraussetzungen und zwar deshalb weil die Brauerei hat das Quartiers sozusagen in die Projektvergabe gegeben.

00:18:34: Die Brauerei hat gesagt, wir haben hier über hundert Jahre gut Bier brauen dürfen.

00:18:38: Wir wollen gerne dass der Stadtteil sich weiterentwickelt und dann hatte einem Planungsbüro den Auftrag erteilt dieses Quartier, stattplanerisch zu überarbeiten und die Grundstücke in der sogenannten Projektvergabe zu vergeben.

00:18:54: Das heißt es stand vorher fest wie viel Grund, wieviel muss der Grund und Boden erlösen?

00:18:59: Und dann wurde das für jedes Grundstück beste Projekt ausgewählt und das sorgt dafür dass wir eine sehr vielfältige und auch sozial durchmüchte Gebäudeanlage im Martini-Quartier bekommen oder bekommen haben.

00:19:12: Das ist tatsächlich ein positiv Beispiel aus meiner Sicht gerade wegen dieser Projektvergabe, dass man eben nicht schaut wer zahlt am meisten für Grund und Boden sondern wer bietet an dieser Stelle das beste Konzept?

00:19:24: Also das Martinikort hier ist im Grunde eine Mischung zwischen ja gefördertem oder bezahlbarem Wohnraum der auch da relativ knapp bemessen ist und wirklich auch hochpreisigen Wohnungen.

00:19:39: Also insofern bildet das Quartier schon die gesamte Mischung ab, die ein Wohnungsmarkt in einer Stadt bieten kann.

00:19:48: Aber unterm Strich muss man sagen für die Entwicklung einer Industriebrache ist es sicherlich kein schlechtes Modell gewesen.

00:20:01: Okay, bis hierher erstmal ganz herzlichen Dank an unsere Mitstreiterinnen und Mitstreitern.

00:20:05: Wir gönnen ihnen uns selber jetzt eine kleine musikalische Pause und sind dann gleich wieder im Stadtlabor für sie da.

00:20:13: und heute wer sich vielleicht später zugeschaltet hat, zwanzig Jahre Kassel West eV ist unser Thema.

00:20:20: Willkommen zurück im Stadtlabort des Freien Radios Kasseln.

00:20:23: in unserer Sendung vom zweiten Oktober twenty-sechsen-zwanzig ist das Thema zwanziger kassel west eV was sich auf den Stadtteil Vorderer Westen im Wesentlichen bezieht.

00:20:33: Und wir haben jetzt schon so ein paar erste Einordnungen gehört, auch historisch und was jetzt so aktuelle Problemlagen angeht in dem Stadtteil oder aktuelle Herausforderung wenn man es irgendwie positiver formulieren möchte.

00:20:46: Vielleicht noch mal an euch würde ich ganz gerne in der zweiten Runde mal auf aktuelle Projekte gucken bzw.

00:20:54: aktuelle Themen.

00:20:55: Es sind ja nicht immer nur Projekten an denen gearbeitet wird sondern die aktuellen Themen, die euch umtreiben als Castle West e.V auch in den Arbeitsgruppen, von denen ihr ja gesagt habt dass sie offen sind.

00:21:07: also das heißt da können ja auch andere Akteure Dazu kommen.

00:21:11: vielleicht könnt ihr auch mal so einfach, dass unsere Hörerinnen und Hörern das mal mitkriegen sagen.

00:21:17: Wer sind so organische Kooperationspartner für euch?

00:21:20: Also ich denke da jetzt mal gerade an die Kirche im Hof oder solche Akteure.

00:21:24: Wenen gibt es dann noch?

00:21:25: weil das ist ja das Beteiligungsthema ist sehr sehr großes und setzt vielleicht auch voraus, andere aus anderen Strukturen eben mit einbezieht.

00:21:38: Aber wir kommen jetzt erstmal sozusagen zu den aktuellen Themen, die euch bewegen umzuhören.

00:21:44: was ist da jetzt gerade im vorderen Westen los?

00:21:46: und jeder kann natürlich für sich halt auch je nachdem wo er jetzt wohnt oder sie wohnt darüber nachdenken ob diese Themen nicht auch bei ihnen im Stadtteil irgendwie auch eine Rolle spielen.

00:21:56: Ein Beteiligungsprojekt möchte ich euch gerne ans Herz legen, und zwar ist das unter der Leitung unseres Vorstandsmitglieds Jochen Riege gibt es die sogenannte AG Mobilität.

00:22:05: Das ist eine AG, die sowohl vom Ortsberat als auch von West-EV ins Leben gerufen wurde, die aber offen ist.

00:22:12: Die tagt immer eine Stunde bevor der Ortsbarat tagt.

00:22:17: Also wissen wahrscheinlich einige nicht.

00:22:18: Der Ortsparat taggt immer öffentlich bei uns im Stadtteilzentrum hinter der Friedenskirche Und die Termine stehen auf der Seite Kassel statt minus kasselpunkt.de.

00:22:29: Wenn man dann unter Ortsbeirat vor der Westen sucht, kommt man immer eine Stunde vorher auf die Sitzungstermine.

00:22:36: Tag die AG Mobilität.

00:22:38: Da kann man Themen mitbringen, da geht es eben auch um Straßenplätzewege aber auch manchmal um Neubauprojekte oder um Leerstand oder um Dinge.

00:22:46: das ist einfach ein guter Ort wo der Ortsberat sich mit dem Verein KSW West TV und den Bürgerinnen und Bürgern verzahnen kann.

00:22:52: Das möchte ich gerne bewerben

00:22:54: hiermit.

00:22:55: Ja Arbeitsgruppe und Mobilität kümmert sich Tatsächlich nicht nur um Mobilität, sondern eigentlich um alle räumlichen Planungen.

00:23:05: Alle Veränderung die im Stadtbild sichtbar werden.

00:23:09: und ein großes Thema was uns jetzt umtreibt was uns für die Zukunft auch sicherlich noch erhalten bleibt das ist der klimagerechte Stadtteil mit den Elementen Bäume Entsiegelung und Begrünung Wasser ganz wichtig, Schatten.

00:23:30: Wir haben den Vorteil dass wir mit dem städtebaulichen Konzept auch sehr viele Straßenbäume geerbt haben.

00:23:39: ich glaube wir sind mit großem Abstand der Stadtteil in Kassel mit den meisten Bäumen im öffentlichen Stadtraum.

00:23:48: Die müssen erhalten werden, die müssen ergänzt werden.

00:23:51: Die müssen gepflegt werden und wir sind gerade dran für den vorderen Westen so etwas wie ein Baumpflanzprogramm zu entwickeln.

00:24:04: das hat auch schon erste Erfolge gezeitigt.

00:24:06: in einer der ödesten und überhitztesten Straßen sollen jetzt zumindest schon mal sechs Bäume gepflanzt werden.

00:24:15: Wir hatten uns eigentlich zwölf gewünscht.

00:24:18: Was wir noch geerbt haben, muss ich sagen leider.

00:24:21: Das ist die verurte Drusel der Bach aus dem Habichtswald in die Fulda fließt

00:24:31: oder

00:24:31: an der Innenstadt vorbei.

00:24:35: Da gibt es immer wieder Überlegungen, ob man ihn zumindest abschnittsweise wieder öffnen kann.

00:24:42: Das ist technisch nicht so ganz einfach.

00:24:45: aber das Thema Wasser im Stadtteil auch im Zusammenhang mit Trinkbrunnen, mit Schattenspenden, mit Spiegel und Spritzen und Herumtoben Ich glaube, ich könnte ein ganz wesentlicher Punkt sein der in der Zukunft wirklich Bedeutung

00:25:06: gewinnt.

00:25:08: An dieser Stelle möchte ich die Götteranlage nennen und an der Götternlage passieren so viele Dinge.

00:25:13: Sie liegt auf der einen Seite nahe zum Bahnhof Phyllemshöhe ist also fernerreichbar.

00:25:18: Kinder jugendliche Erwachsene Treffen sich seit Generationen dort.

00:25:23: Schulsozialarbeit, die gegenüberliegende Heinrich-Schützschule.

00:25:27: Der Spielplatz auch da gibt es einen Bewegungsort für Seniorinnen.

00:25:32: Ansonsten kann man einfach seinen Picnicorp mitbringen und eine Decke und sich an schönen Tagen dort ein bisschen Zeit gönnen.

00:25:39: Wolfgang hat eben gesagt dass der vordere Westen so dicht bebaut ist und die Dichte wechselt sich immer ab mit Weite.

00:25:45: Und an dieser Stelle Goetheanlage kommen viele Dinge zusammen.

00:25:48: und Klaus, du hast gerade nach aktuellen Projekten gefragt.

00:25:51: Die Götteranlage steht einer Überarbeitung an, einerseits dass die Wasserretentionsfläche wird für stark regende Ereignisse das dort einfach Wasser sich über einen Zeitraum sammeln kann ohne sofort in die Kanalisation abfäßen zu müssen.

00:26:04: Das schließt dann diesen Hitzeprävention oder überhaupt Klimaresistenten Stadtteil an.

00:26:09: Dann werden die Spielplätze überarbeitet Und wir bekommen neue Kinder- und Jugendlichen Bereiche.

00:26:17: Auch die Kinder- und Jugendarbeit im Zusammenarbeit mit dem Stadtteil Wehleiden bleibt erhalten, muss nicht in die Südstadt wechseln.

00:26:25: Das ist eine neue sehr gute Entscheidung von der Stadt, die wir wollten das erst in die Wöhlerschule verlegen.

00:26:32: In der Südstatt das bleibt jetzt eben in Wehleiiden erhalten und somit profitieren wir auch im vorderen Westen, auch in der Güteranlage davon dass Kinder jugendlichen Sozialarbeit eben auch diese Projekte betreut, eben auch an stark überlasteten Tagen dort in der Güteranlage schaut sich Strukturen anschaut und immer wieder auch im Austausch mit unserem Verein.

00:26:52: Und mit dem Ortsbarat ist wie man Dinge begünstigen kann.

00:26:55: also In der Güttaranlage kommt tatsächlich vieles von dem was wir uns wünschen zusammen an mehreren Orten hinkriegen, wie Hans Helmut gesagt hat.

00:27:06: Ein Projekt von uns ist dass wir ÖPNV-Haltestellen möglichst mit großkronigen Bäumen Hitze schützen oder dass wir Wasser verfügbar machen und das wir auch in überhitzen Tagen für Abkühlung sorgen können.

00:27:20: Solche solche Dinge treiben uns um.

00:27:22: die sind sicher auch übertragbar auf andere hochverdichtete Stadtteile.

00:27:28: Die Goetheanlage ist ein gutes Beispiel soziales und für Demokratisierung.

00:27:35: Weil der Ursprung der Goethe-Anlage liegt darin, einen Raum zu schaffen den jeder man nutzen kann praktisch wie er möchte ein Volkspark nicht ein Park wo man auf den Wegen bleibt sondern eine Anlage wo man in Rasen betreten kann.

00:27:52: Und Castle West hat es auch geschafft bei anderen Projekten Wie zum Beispiel bei der Promenade an der Goethestraße oder bei dem Umbau der Friedrich-Ebertstraße und der Schaffung des Anerplatzes Plätze zu schaffen, in Orte zu schaffen wo Menschen sich begegnen können.

00:28:09: Das ist auch ein ganz wichtiges Ziel unseres Vereines die Begegnungen um öffentlichen Raum zu ermöglichen.

00:28:16: Aber die Voraussetzung dafür, dass der Verein erfolgreich tätig sein kann ist, dass er sehr früh in die Verfahren eingeschaltet wird.

00:28:27: Wir haben gerade kurz über das Thema Wäschequartier nicht mal gesprochen.

00:28:35: Wenn sich ein Investor erst einmal in einem Grundstück festgebissen hat dann wird es schwierig.

00:28:40: Das heißt also Dort, wo im Stadtteil bauliche Veränderungen anstehen müssen wir die Fühler ausstrecken und eigentlich sofort Überlegung entwickeln wie wir uns die Zukunft dort vorstellen können.

00:29:03: Und in welcher Weise der Verein aber eben auch gesamte Stadtgesellschaft in entscheidend wichtige Projekte eingebunden werden kann.

00:29:14: Und was uns da jetzt am Herzen liegt und was vorsteht, das ist das Rathaus II des technischen Rathaus ehemals Wintershall Hauptverwaltung.

00:29:26: Das ist ein wichtiges und großes Grundstück nahezu vollständig versiegelt zum Teil bebaut, aber eben die Freiflächen großenteils als Parkplätze voll versiegelt und ohne jedes Grün jeden Baum.

00:29:46: Wenn wir dort unter anderem bezahlbaren Wohnungsbau in möglichst ökologischer Bauweise haben wollen, dann müssen wir glaube ich sehr schnell laut werden damit die Stadt uns hört und damit auch die Öffentlichkeit das als wichtiges Zukunftsprojekt für den Stadtteil teilnimmt und sich dort engagiert.

00:30:15: Ich würde ganz gerne nochmal dass das sind jetzt definitiv sehr, sehr wichtige Punkte und auch Projekte.

00:30:22: Mir ist heute – ich bin ja auch eine Redaktion für der Stadtzeit Kassel-Magazin!

00:30:25: Heute habe ich über den Verteiler des Kulturnetzkassel eine Einladung bekommen.

00:30:30: Leute, der Cook West ist irgendwie angesagt.

00:30:33: aus dem Kunst- und Kulturrundgang steht im Oktober wieder aufm Programm.

00:30:38: Ich würde ganz gerne mit euch zusammen nochmal irgendwie auf die Themen Soziales und Kultur gucken weil wir natürlich oft gesagt wird dass die Kultur sozusagen ein Stück weit der Kit ist der die Gesellschaft zusammenhält.

00:30:49: Und wie sieht es also in diesen Bereichen Soziales und Kultur oder auch beispielsweise eben Einzelhandel, also solche Dinge, die da mitberührt von sind?

00:30:58: Weil wenn ich beispielsweise an das Quartier festdenke was irgendwie zwanzigtausend Leute auf die Gasse sag' ich mal lotst oder noch mehr eventuell dann ist das ja eine Initiative, die ausgeht vom jüngeren Gewerbetreibenden sage ich jetzt mal wo ich schon ein bisschen älter bin Und wo man halt auch irgendwie sieht, dass es da ganz unterschiedliche Akteure gibt die eben auch einen Beitrag zum kulturellen Leben leisten und zu einem lebenswerten Quartier.

00:31:29: Also was habt ihr da noch so mit auf dem Zettel?

00:31:32: Ja wir unterstützen diese Initiativen im Kunst- und Kulturrundgang.

00:31:36: Unterstützen wir seit an Beginn unseres Vereines Das Quartierfest haben wir den Anfängen auch unterstützt.

00:31:43: Mittlerweile haben die nun einen eigenen Verein gegründet und brauchen uns dann nicht mehr so, aber die ersten Jahre sind die Feste auf Kasselfest angemeldet gewesen.

00:31:53: Wir unterstützen Initiativen zum Beispiel auch die Feife Club Konzerte, die dann ja in der Corona-Zeit entstanden sind als Freiluftkonzerte, die möglich waren.

00:32:04: Auch die unterstützen wir.

00:32:06: oder jetzt auch, weil uns ja auch das Kunstwerk von den Elf Frauen am Platz der Elf-Frauen gehört.

00:32:12: Das haben wir vom Kassel West aus gebaut.

00:32:14: Da gibt es jetzt Konzerte in denen die Biografien der Frauen und Elffrauen aus elf Jahrhunderten musikalisch dargeboten werden.

00:32:25: Und auch da unterstützen wir und helfen dass da öffentliche Gelder möglich gemacht werden.

00:32:32: Ich möchte ergänzen Es gibt einen Bereich der Kultur wo glaube ich unser Verein besonders hervorsticht und das ist erst was man die Erinnerungskultur nennt.

00:32:45: Mario hat vorhin angesprochen, es gibt zwölf Tafeln im Stadtteil, die an etwas erinnern, was einmal war.

00:32:53: Es gibt zwei Straßennamen

00:32:57: oder

00:32:57: ein Wegename und einen Platzname der auf unsere Initiative entstanden sind und auch was mit Erinnerungskultur haben.

00:33:08: Auf Initiative von Kassel West ist am Ende der Dr.

00:33:13: Lilianplatz entstanden, der nach dieser Ärztin, die glaube ich auf nicht mehr Wusstsein ziemlich bekannt ist benannt ist und auf unsere Initiative ist auch ein Weg der Paul-Lieber-Gnichtweg zwischen der Luisensstraße und der Wilhelmsöer

00:33:30: Allee

00:33:32: erinnert an einen Widerständigen Pfarrer, der jüdischen Menschen in der Nazi-Zeit geholfen hat.

00:33:41: Und das Stadtteil Vorderwesten ist ein anderes Beispiel noch zu nennen.

00:33:44: Ist auch im Zusammenarbeit mit dem Verein Stolpersteine in Kassel Ein Stadtteil wo es ganz viele Stolperssteine gibt Vornehmlich Erinnerung an jüdische Menschen aber auch an Sozialdemokraten, Kommunisten und Zeugen Gehoffas.

00:34:03: Und was die soziale Kultur im Stadtteil betrifft, finde ich es auch sehr angenehm.

00:34:09: Dass es möglich ist auch kontroverse Themen also der Klassiker ist einfach das Parknetz ein Gebot dort sachlich zu diskutieren.

00:34:20: Es gibt unterschiedliche Meinungen aber es gerät nie irgendwie aus den Fugen.

00:34:27: Manchmal schimpft jemand aber beruhigt sich dann wieder.

00:34:30: Also es ist wirklich

00:34:32: fruchtbare

00:34:33: sachliche Diskussion über strittige Themen zu führen.

00:34:37: Und gerade im Bereich Mobilität ist es so, da wird sich in Zukunft auch noch einiges ändern.

00:34:45: Es wird zurzeit viel für die Radfahrer getan.

00:34:49: Das ist unbedingt erforderlich und zahlt sich auch aus In einer deutlichen Steigerung des Radverkehrs.

00:34:56: Es wird für die Fußgänger viel getan.

00:34:59: Vielleicht könnte da noch ein bisschen mehr passieren, aber ich denke dass auch diese Verkehrsthemen bei denen auf der Stattebene einfach unheimliche Konflikte ausgetragen werden.

00:35:19: Bei uns im Stadtteil deutlich gedämpfter

00:35:23: behandelt werden.

00:35:25: Ja, der Arbeitskreis Soziales hat sich sehr um das Thema Flüchtlinge gekümmert in den Jahren sechzehnundachzehn.

00:35:32: Wir haben eine große Veranstaltung zum Thema Wohnraum für Flüchtlingen oder später dann auch zwei Jahre später eine Veranstaltung dazu wie Flüchtlings Praktikum oder Anstellungen bekommen können im Stadtteil bei Selbstständigen und Unternehmen Als dann eine Gemeinschaftsunterkunft im vorderen Westen bezogen werden sollte, haben wir vom Arbeitskreis Sozial mit vielen Bürgerinnen und Bürgern Willkommen zur Anstaltung für die Dortwohnenden gemacht.

00:36:05: Wir haben drei Jahre lang kleine Stadtteilspaziergänger unternommen um die Menschen willkommen zu heißen und sie im Stadtteil zu begrüßen.

00:36:16: Und letztlich ist unsere Idee da gibt es jetzt auch ne kleine Gruppe Büchertauschwörse noch im Stadtteil anzusiedeln.

00:36:26: Ja auch ein Teil des Sozialen, denn das sind ja auch Orte wo man sich trifft, sich begegnet vielleicht auch über Bücher die man gelesen hat oder die man weiter empfiehlt redet.

00:36:36: in der Querallee haben wir schon eine Büchertauschwörse seit zwei Tausend Dreizehn und wir finden aber dass der Stadtteil durchaus noch einer gebrauchen kann.

00:36:44: uns sind da auch

00:36:45: dran.

00:36:46: Das ist eben auch wichtig, dass hier nicht nur diese

00:36:50: riesenghaften

00:36:51: komplizierten Projekte haben, sondern das ja mit sehr vielen kleinen Maßnahmen versuchen, das Leben im Stadtteil angenehm zu machen.

00:36:59: Auf was die Erinnerungskultur betrifft?

00:37:03: Was die Nutzung des öffentlichen Raums betriffe?

00:37:06: Was den sozialen Austausch zu dem Büchertauschbörsen auch beitragen wird?

00:37:13: Ich glaube da sollten wir auf jeden Fall auch weitermachen und Da wäre es wirklich sehr schön, wenn es uns gelingt die jüngere Generation eben auch für solches Engagement zu begeistern.

00:37:29: Was Berbel und Hans Helmut gerade sagen ist ja im besten Sinne Bürgerinnenbeteiligung, frühzeitige Bürgerinnen-Beteiligungen.

00:37:35: Und die ist manchmal eben auch an die Bedingung geknüpft

00:37:38: dass

00:37:39: wir als Verein, die dann auch Stadtteilkonferenzen in der Vergangenheit häufig durchgeführt haben, organisiert haben und das in Zukunft auch gerne weitermachen.

00:37:48: Dass wir selber früh beteiligt werden, dass wir früher informiert werden, um solche Dinge zu organisieren oder zu planen einzuladen.

00:38:00: Und ich glaube, dass die junge Generationen, die uns im Verein so ein bisschen fehlt – also wir haben junge Leute aber es dürfte noch gerne mehr sein -, dass die jungen Leute, die sich erprojekthaft organisieren als festen Strukturen dass wir auch da im Stadtteil einen guten Ankerpunkt setzen können durch attraktive Beteiligungsformate, weil sich für Situationen im Einzelnen oder gezielt einzusetzen.

00:38:24: Das bringt Leute zusammen und unser Verein hat sich vor zwanzig Jahren mal gegründet um eben Dinge möglich zu machen.

00:38:30: also ich bin erst zehntelf eingetreten habe aber West TV immer wahrgenommen als möglichmacher Und das finde ich klasse.

00:38:38: Also kleine Initiativen, die kein eingetragener Verein sind können über uns zum Beispiel Spendengelder akquirieren und wir finanzieren dann quer wenn es uns nach dem Vereinsrecht möglich ist.

00:38:49: Wir machen also möglich dass das Dinge passieren können auch ohne dass feste Organisationen sich dafür erst neu gründen müssen.

00:38:56: Das ist ein ganz riesengroßer Vorteil.

00:38:58: Wenn mehr Leute davon Kenntnis haben können wir auch mehrere kleine Projekte der Beteiligung

00:39:03: starten.

00:39:04: Wir haben jetzt eine unglaubliche Vielzahl und eine unglaublich Bandbreite von Aktivitäten gehört, wenn jetzt irgendjemand scharf darauf ist sich da ein bisschen zu vertiefen.

00:39:15: Also so dokumentiert ihr das auf eurer Webseite.

00:39:18: also vielleicht machen wir da mal einen ganz kurzen Werbeblock was ihr da an Informationen so bereithaltet.

00:39:24: am Start

00:39:25: Also Aktivitäten im Stadtteil und Veranstaltungen sind auf jeden Fall immer auf unserer Homepage nachzulesen.

00:39:31: Und wir haben auch einen Newsletter, der kommt viermal im Jahr raus wo auch alle wichtigen Veranstaltung im Vorderen Westen hingewiesen wird.

00:39:39: über tausend Abonnenten und freuen uns natürlich, wenn es noch mehr werden.

00:39:44: Mittlerweile, weil wir auch überlegen, noch andere, noch mehr Menschen anzusprechen haben jetzt auch überlegt ein Format zu wählen Stadtteilspaziergänge um mit die wir öffentlich machen so dass man einfach gemeinsam Teile des Stadtteiles sich anguckt, die begeht Beobachtung Wissen Erfahrungen darüber austauscht und so ins Gespräch kommt und da eben guckt

00:40:06: was

00:40:06: man noch ermöglichen kann.

00:40:08: Ja, ich glaube unsere Webseite ist eine ganz wichtige Sache.

00:40:14: Da wird nicht nur Aktuelles angekündigt sondern man kann aus der Vergangenheit ganz vieles festfinden und man findet da zum Beispiel auch einen ganz großen Block zur Stadtteilgeschichte.

00:40:26: also was ich vorhin nur so angedeutet habe da gibt es ganz viele Bausteine Artikel zur Geschichte des Stadtheits des Vorderungsnwestens die das findet übrigens große Beachtung, was man daran ablesen kann.

00:40:39: Dass ganz häufig Anfragen kommen vor allen Dingen auch von Studierenden der Uni aber auch von anderen Leuten die auf unserer Webseite auf historische Fakten gestoßen sind, die sie dann interessieren und weiter verfolgen wollen.

00:40:53: also unsere Webseiten ist eine ganz wichtige Sache auch wenn man sich in die Geschliche des Stadtteils vertiefen will.

00:41:00: Man findet auch zu den einzelnen Bereichen, die wir bearbeiten.

00:41:05: Die sozusagen die Bearbeiter- und Ansprechpartner so dass man sich über die Webseite auch direkt an die einzelne Arbeitskreise zum Beispiel wenden kann wenn man Interesse hat da vielleicht mal mitzumachen

00:41:17: Dass wir vielleicht auch noch mal einen Aspekt.

00:41:19: nach Zerstörung und ahistorischem Wiederaufbau der Innenstadt, kann man fast sagen dass der vorderwesten Kassels Altstadt geworden ist mit sehr interessanten und auch

00:41:33: gut

00:41:33: dokumentierten geschichtlichen Ereignissen und Verläufen.

00:41:38: Und die an Personen geknüpft sind.

00:41:46: das Anliegen des Vereins, dass eben diese Personen mit in unser kollektives Gedächtnis eingefügt werden.

00:41:57: Dass sie nicht vergessen werden.

00:41:58: wir haben auch großen teils noch die Orte an denen dieser Person tätig gewesen sind.

00:42:07: Wir können also geschichtliche Ereignisse und Personen tatsächlich mit noch existierenden Orten verknüpfen, was in der Innenstadt ja nur noch an sehr wenigen Stellen der Fall

00:42:18: ist.

00:42:19: Und Kassel hat sich direkt nach dem verlorenen Krieg im Wiederaufbau befindlich auch als eine der Bundeshauptstädte beworben wo viele Dinge im vorderen Westnetten sein sollen.

00:42:28: Auch da wie Wolfgang gesagt hat schaut mal auf die Website.

00:42:31: das ist spannend einfach durchzustöbern.

00:42:33: wenn man ein bisschen Zeit hat findet man immer wieder alles Neues.

00:42:37: Okay, bis hierher ist mal ganz herzlichen Dank.

00:42:38: Wir gönnen Ihnen und uns liebe Hörerinnen und Hörern nochmal eine kleine musikalische Pause und sind dann gleich wieder im Stadtlabor für sie da.

00:42:47: Ja wunderbar das war jetzt Fanny van Danne die ausgesucht von unseren Gästen.

00:42:53: und ja wir hatten gerade dass das Thema zuletzt das hattest du Hans Helmut sehr schön gesagt also dass ihr eben auch Personen im kollektiven Gedächtnis halten wollt.

00:43:06: Darüber, dass es die konkreten Orte noch gibt und darüber das man an diese Person sozusagen denkt und mir ist da ganz spontan oder natürlich... logischerweise eigentlich auch ein Name in den Sinn gekommen.

00:43:20: Wir haben den Rudolfsplatz im Volksmund auch ganz gerne Affenfelsen genannt, also vielleicht könnt ihr noch mal ganz kurz unseren Hörerinnen und Hörern über die beiden Rudolfs erzählen was sie für eine Bedeutung eben auch für diesen Stadtteil und auch für solche Entwicklungen

00:43:33: haben?

00:43:35: Ja Wolfgang Rudolf war lange Jahre Vorsitzender des Ortsbeirates im vorderen Westen, eine Zeit lang auch seine Frau Christa Und der Wolfgang Rudolf, dessen Name steht für mich eigentlich als Ausgangspunkt über alles worüber wir heute reden.

00:43:54: Nämlich über wirtschaftliches Engagement im vorderen Westen.

00:43:59: Das hat wesentlich Wolfgang Rudolph initiiert.

00:44:02: Die erste große Aktion in dieser Hinsicht war Der Arbeitskreis Bebelplatz, der entstanden ist Als der Bebel Platz umgebaut werden sollte Für die KVG.

00:44:15: zunächst Daraus ist ein Arbeitskreis entstanden, der über lange Zeit hinweg diesen Umbau des Bebelplatzes selber vorangetrieben hat und eigene Entwürfe gemacht hat.

00:44:26: All das was heute in Kassel West passiert, ist damals in dem Arbeitskreise Bebel Platz passiert.

00:44:31: Und insofern ist der Wolfgang Rudolf eine ganz entscheidende Person gewesen ohne die vieles im fordern Westen überhaupt nicht denkbar wäre.

00:44:40: Das muss man glaube ich so deutlich sagen.

00:44:43: dazu zählt zum Beispiel auch Die Beckettanlage.

00:44:48: der Wolfgang Rudolf war ein ausgesprochener Fan, Literaturfan von Samuel Beckett.

00:44:54: Und auch ihm ist es zu verdanken dass an Beckett vor dem Haus erinnert wurde und wird jetzt... ...und das die Beckett-Anlage so heißt wie sie heißt.

00:45:04: Auch das ist Wolfgang Rudolph zu verdanken und er ist deshalb auch zurecht.

00:45:10: innerhalb dieser Beckett Anlage wird auch an ihn erinnern.

00:45:13: nicht durch einen Namen eines Platzes, aber mit einem Text wird an ihn erinnert und wird ergewürdigt.

00:45:20: Also das ist eine Person die praktisch der Geburtshelfer von Kassel-West gewesen ist.

00:45:28: Und auch das Vorzeigeprojekt Umbau für Dich Erwartstraße und Goethe Straße geht auf seinen Konto.

00:45:35: Er hat einen runden Tisch initiiert, an dem sich dann die Stadt die örtlichen Akteure, die Politiker und die Geschäftsleute zusammengesetzt haben.

00:45:48: Und in moderierten Veranstaltungen entwickelt haben wie die Straße sein soll was es überhaupt künftig für eine Stadtstraße sein soll.

00:46:02: Wir haben jetzt tatsächlich eine sehr attraktive und lebendige Großstädtische Straße mit sehr kleinteiligen Besatz von inhabergeführten Geschäften.

00:46:17: Also es ist wirklich eine Freude vom Bibelplatz bis zum Ständeplatz die Friedrich-Ewattstraße hoch und runter zu flanieren, das ist eigentlich was wir uns alle auch gewünscht

00:46:31: haben.

00:46:32: und es ist wirklich nur schade, dass Wolfgang Rudolf, der leider viel zu früh verstorben ist das nicht mehr hat erleben

00:46:39: können.

00:46:39: Wolfgang, ich habe gerade nachgeschaut, ist gestorben, da war er nur drei Jahre alt.

00:46:46: und wenn ihr die Promenade an der Goethe Straße, die Prominade am Chacha seid, das was jetzt Rudolpsplatz heißt benannt nach der Christa unter dem Wolfgang da sind im Sommer hunderte von jungen Menschen, von Leuten die einfach genießen mit einem Quartier einen zusätzlichen Platz gefunden zu haben.

00:47:06: Und ehrlicherweise bei dem was Wolfgang und Anselmut gesagt haben,

00:47:10: was

00:47:11: der Wolfgang aber auch Christa alles auf den Weg gebracht hat freue ich mich darüber dass sie an dieser Stelle eben auch ein neuer Ort geschaffen worden ist.

00:47:20: Manche haben vielleicht das Foto schon mal gesehen.

00:47:25: Der erste Vorsitzende Andreas Schmitz wohnt ganz in der Nähe und hat oben aus seinem Fenster mal zwei Fotos gemacht, einmal bevor die Promenade umgebaut wurde.

00:47:32: Da war das alles im Grunde Verkehrsprache.

00:47:35: Es gibt so ein Winterbild da sieht man die Straßen, die Fahrspuren in dem Schnee Und dann gibt es einen Sommerbild aus ähnlicher Perspektive, wo einfach viele hundert Menschen da sind und sich das Lebensfreund in Zusammen kommunizieren.

00:47:49: Das ist im Grunde ein Superappel dafür, dass wir als Verein Kassel West-EV Kommunikation fördern wollen.

00:47:55: Wir könnten ja – fällt mir gerade ein – am Affenfelsen Rudolfsplatz direkt Akvise für unseren Verein

00:48:02: machen.

00:48:04: Ja genug junge Leute!

00:48:05: Gibt's da?

00:48:07: an einem dieser schönen lauen Sommerabende nach einem Volkshochschulkurs bin ich da noch irgendwie vorbeifahrrad angeschlossen nochmal ein Bier trinken und so.

00:48:14: Und es ist wirklich eine tolle Atmosphäre, und das ist auch einer sage ich mal aus meiner Perspektive, also einer der Orte wo Jung-und Alt zusammen geht.

00:48:23: Also wo das eigentlich sehr selbstverständlich ist.

00:48:25: man sitzt da auf der Mauer oder nebenan Studierende manchmal kennt man ja auch Leute.

00:48:30: Das ist so ne Situation wie man sich sie eigentlich ideal typischerweise wünscht auch entsteht gerade weil wir das ja auch erleben, dass zunehmend immer mehr Leute in ihrem Blasen einfach nur unterwegs sind.

00:48:43: Das sind ja Orte an denen man sich wirklich real treffen und begegnen kann.

00:48:49: Also so ist natürlich schon sehr speziell, dass da entstanden ist und mir ist noch aus den Zusammenhängen Umbau, Goethe, Germania, Friedrich-Ebertstraße im Kopf diese Idee der Planer, die gesagt haben wir wollen den Leuten ein Stück Stadt zurückgeben.

00:49:08: Und genau das ist ja an solchen Stellen passiert.

00:49:11: oder Hans Helmut wenn du das sagst dass man vom Bebelplatz bis zum Ständeplatz flanieren kann und es ist irgendwie einfach eine coole Atmosphäre.

00:49:19: Man wird nicht irgendwie mit dem Auto überfahren oder diese Gefahren sind nicht so groß.

00:49:23: Man kann die Seite relativ einfach wechseln weil man Mittelstreifen hat und muss nicht die Panik haben dass man von der Straßenbahn überfahren wird.

00:49:31: alles so, so Geschichten die mit dazugehören.

00:49:34: Ich würde ganz gerne also wir bewegen uns definitiv auf die Ziel gerade unserer Sendung zu und wir merken wir müssen uns eigentlich nochmal treffen oder wie auch immer oder zum fünfundzwanzigsten dann vielleicht noch mal eine Sendung machen.

00:49:46: da können wir dann nämlich irgendwie reflektieren was gelaufen ist.

00:49:49: aber vielleicht nochmal ich von jedem von euch so einmal die runde kurze Statement maximal ne Minute oder so dass wir das ihr mal sagt was habt ihr noch so auf dem Zettel für die Zukunft?

00:49:58: Also Vision ist immer ein großes Wort habt ihr für Wünsche an die Zukunft, was habt ihr möglicherweise auch für Forderungen an die Politik?

00:50:06: Weil wir reden ja auch davon beispielsweise manchmal dass es Konflikte gibt zwischen der Stadtverwaltung und zwischen den Ortsbeiräten.

00:50:12: Auch wenn sie sich zum Teil politisch nahestehen.

00:50:14: also das sind ja alles Dinge, die wir auch erleben.

00:50:17: vielleicht machen wir da wirklich einfach noch mal so eine kurze Reflexionsrunde, dass wir von euch dann nochmal hören Ja, was sind die Wünschen, hat für die Weiterentwicklung des Vereins und natürlich für die weiter Entwicklung dieses Stadtteils.

00:50:31: Und damit letztendlich auch unserer Stadt.

00:50:35: Ja, ist ja schon mehrmals genannt worden.

00:50:37: also Information ist das ganz wichtige Stichwort eine frühzeitige und umfassende Information.

00:50:43: es ist sehr schade dass damals diese Initiative Demokratie wagen im Stadtparlament gescheitert ist weil das würde natürlich gute Möglichkeiten bieten, wenn nicht nur die Gremien, die Ortsbaräte, Vereine oder auch Bürgerinnen und Bürger immer frühzeitig über die Pläne und Ideen der Stadtfallwaltung gut achten.

00:51:04: Und sonst was informiert würden und sich dann eine Meinung bilden könnten, sich treffen können, sich informieren konnten so wie wir das auch versuchen in den Stadtteilkonferenzen um dann sich eine Meinung zu bilden, eben unsere Erfahrungen im Stadtteil der Bürgerinnen und Bürger einfließen zu lassen.

00:51:21: Um dann gute Lösungen und Perspektiven zu finden.

00:51:24: Das würde ich mir sehr wünschen weil da hakt es doch immer

00:51:27: noch manchmal

00:51:27: dran.

00:51:29: Ich schließe mich berbel an.

00:51:32: Mein Wunsch geht dahin dass ich mir kleinkörnigere Beteiligung wünsche.

00:51:37: also wenn jetzt Ein Anliegen ist Verschattung des Sandspielplatzes für die kleinsten Kinder in der Götteranlage.

00:51:44: Dass sich dann eben Projektbezogen auch betroffene Familien einmischen und wir als Westdeutscher das gerne organisieren können, dass wir über Informationen der Stadt verfügen, also dass wir als Verein möglich machen können, damit sich Leute frühzeitig und umfassend beteiligen und dann aber auch über den Ortsbeirat konkrete Forderungen an die Stadt richten können.

00:52:08: Ich sage mal, dass diese Beteiligungsart im Stadtteil durch frühzeitige Informationen und dann auch wirkmächtige Beteilligung einfach eben auch zielgerichtet ist.

00:52:18: Das wünsche ich mir für die Zukunft!

00:52:21: Ja,

00:52:21: ich

00:52:22: wünsche mir sehr,

00:52:23: dass der

00:52:24: öffentliche Raum im Vorderen Westen weiterhin sich gut entwickelt so das wir hier den Austausch der Stadtgesellschaft tatsächlich im Analogenraum haben können.

00:52:39: Dass das so ein bisschen wie die Agora ist, wo man sich trifft und unterhält.

00:52:46: Wo man Freude

00:52:48: hat

00:52:49: aufzuhalten ohne vielleicht auch irgendwas kaufen zu müssen einfach in der Gegend herum sitzen und ins Grüne gucken Leute ansehen Aber eben auch sich treffen, sich austauschen.

00:53:04: Und da müssen wir an der Art und an der Gestalt dieser öffentlichen Räume weiter ordentlich arbeiten.

00:53:16: Es wäre schön wenn die Stadt uns auf der Ebene der Stadtverordneten dabei unterstützen würde.

00:53:25: Wir würden die Stadt auch unterstützen!

00:53:29: Okay, dann würde ich sagen bis hierher ganz herzlichen Dank.

00:53:34: Vielleicht sagt einer nochmal irgendwie ganz konkret die Webadresse und auch eine E-Mail Adresse wo man sich für den Newsletter anmelden kann?

00:53:41: Dann haben wir das noch mitgenommen!

00:53:42: Die Homepage-Adresse ist forderer-westen.net.de Und dort kann man auf Newsletter klicken und da kommt man zu der E-mail-Adress, die lautet newsletter add www.fordera-westen.net.de.

00:53:59: Oder im Zweifelsfall einfach mal googeln und so weiter, dann hat man das natürlich auch irgendwie sofort am Start.

00:54:04: Auch die KI weiß Bescheid sicherlich über den vorderen Westen.

00:54:07: also liebe Gäste ganz ganz herzlichen Dank dass ihr so aktiv hier gestritten habt und diskutiert habt für euren Stadtteil und uns neugierig gemacht habt irgendwie einfach den Vorderen westen vielleicht auch mit anderen Augen zu sehen und uns vielleicht auch nochmal über eure Webseite oder über konkrete Aktivitäten einfach zu informieren.

00:54:26: unseren Hörerinnen und Hörern wünschen wir Viel Freude beim Vertiefen der gewonnenen Einsichten.

00:54:31: Bleiben Sie stark und eine gute Nacht!

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